Ärger über ein Knöllchen – Nüsttalerin vermutet Abzocke

15. August 2019
Hünfeld

Es ist immer wieder ärgerlich, wenn man hinter dem Scheibenwischer ein Knöllchen findet. So ging es einer Nüsttalerin, die am Dienstag anlässlich der Einschulungsfeier in der Hünfelder Jahnschule in der Hindenburgallee parkte. Sie vermutet hinter den Kontrollen „Abzocke“. Doch die Stadt hält dagegen.

Natürlich sei sie „rechtlich im Unrecht“, erklärt die Nüsttalerin, denn sie habe die Höchstparkdauer von zwei Stunden überschritten. „Aber wo hätte ich sonst parken sollen?“ Das ganze Schulviertel sei wegen der Feier zugeparkt gewesen. Die Frau glaubt, dass die Stadt in dieser Zeit mehrere Ordnungsbeamte geschickt habe, um Geld eintreiben zu können: Sie spricht von „Abzocke“ und einer „Sauerei“.

Dem widerspricht die Pressestelle der Stadt vehement: „Dieses Stadtquartier ist angesichts des hohen Parkdrucks im Schulzentrum regelmäßig im Blick der Hilfspolizeibeamten, da ansonsten alle umliegenden Straßen und privaten Grundstückseinfahrten von Dauerparkern zugestellt würden.“ In der Hindenburgallee sei die Parkzeit beschränkt worden, um für die ansässigen Einrichtungen Wechselparkplätze beispielsweise für Patienten vorzuhalten. Solche Parkregelungen funktionierten in der Regel nur, wenn sie überwacht werden.

Parkplatzüberwachung sei keine Abzocke

Ein weiteres Problem in diesem Bereich seien zugeparkte Gehwege selbst im Kurvenbereich, sodass Fußgänger auf die Straße ausweichen müssen. Mitunter würden auch die Zufahrten für Rettungsdienste und Feuerwehr behindert. Dabei habe die Stadt in der Karl-Medler-Straße weitere Parkplätze geschaffen, die häufig frei sind, wenn benachbarte Straßen bereits zugeparkt sind.

Die Stadt betont daher: „Die Parkplatzüberwachung ist keineswegs eine Abzocke, sondern leider eine erforderliche Reaktion auf das Fehlverhalten einzelner Autofahrern, um die berechtigten Interessen anderer Verkehrsteilnehmer zu schützen.“ / sam