Auch SPD verzichtet: Wird Tschesnok alleiniger Bürgermeister-Kandidat in Hünfeld?

26. August 2019
Hünfeld

Die Hoffnungen, dass die Hünfelder bei der Bürgermeisterwahl Anfang November eine echte Auswahl zwischen zwei oder gar mehreren Kandidaten haben werden, schwinden dahin. Am Samstag teilte auch die SPD mit, dass sie keinen Bewerber hat.

„Die Hünfelder SPD wird zur kommenden Bürgermeisterwahl keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken“, bestätigen die Sozialdemokraten in einer Mitteilung an unsere Zeitung. Dabei sei die Bürgermeisterstelle sogar parteiintern und hessenweit ausgeschrieben worden, worauf sich mehrere Interessenten gemeldet hätten.

„Letztlich hat sich daraus aber keine geeignete Kandidatur ergeben“, heißt es vonseiten der SPD. Auch die Gespräche mit der CWE, um eventuell einen parteilosen Kandidaten zu finden und zu unterstützen, hätten nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Die Wählereinheit hatte bereits Mitte der Woche bekannt gegeben, keinen eigenen Bewerber gefunden zu haben – ebenfalls trotz zahlreicher Gespräche.

Zeitraum für Suche zu kurz

„Wir haben uns bis zuletzt bemüht“, erklärt nun auch SPD-Ortsvereinsvorsitzender Peter Helm (Foto, rechts). Aber der Zeitraum von der Bekanntgabe von Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU), für eine zweite Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen, bis zum Ausschreibungsende habe gerade einmal gut vier Wochen betragen.

„Trotz guter Vernetzung in der SPD reagieren aber die potenziellen Kandidaten nicht auf kurzfristigen Zuruf“, sagt der SPD-Chef. Die Absicht, ein solches Amt übernehmen zu wollen, benötige gewöhnlich einen längeren Entscheidungszeitraum. „Wir hätten den Wählerinnen und Wählern gerne eine demokratische Alternative geboten“, sagt auch Fraktionsvorsitzende Nicole Gardyan (Foto, links). Nun wolle die SPD-Fraktion „ihre Oppositionsaufgaben weiterhin konstruktiv, aber kritisch wahrnehmen“.

Fristende: heute, 18 Uhr

Einziger Kandidat für das Bürgermeisteramt ist Benjamin Tschesnok, den die Mitglieder des CDU-Stadtverbands mit großer Mehrheit nominiert haben. Die Chancen, dass bis Fristende am heutigen Montag, 18 Uhr, noch ein unabhängiger Bewerber seinen Hut in den Ring wirft oder die kleinste Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung, die FDP, einen Kandidaten aus jenem Hut zaubert, bestehen zwar, dürften aber eher gering sein. / sam