„Außerirdische? Natürlich gibt es sie“

04. Dezember 2019
Hünfeld

„Erinnerungen an die Zukunft“: Unter diesem Titel hatte der Schweizer Autor Erich von Däniken im Jahr 1968 einen Bestseller veröffentlicht. Kernaussage des Buchs: Außerirdische Wesen haben die Erde mehrfach besucht und Einfluss auf die Entwicklung des Menschen genommen. Jetzt kam der 84-jährige Autor und gelernte Koch zu einer Lesung nach Hünfeld.

Von Odilia Ruppert

Viele Menschen begaben sich mit ihm auf die Reise durch eine Geschichtsschreibung der anderen Art. Däniken zeigte anhand einiger Beispiele, warum es seiner Meinung nach Außerirdische gebe. Junge und alte Zuhörer ließen sich am Sonntag in der vollbesetzten Stadthalle Kolpinghaus Hünfeld auf seine Theorien ein.

„Außerirdische haben Henoch über die Erde hinausgetragen“

Däniken nennt anhand eines Buches, welches der auch in der Bibel erwähnte Henoch geschrieben habe, Nachweise für die Existenz außerirdischen Lebens. Henoch erzähle von einem Licht am Himmel und zwei Menschen in Anzügen. Diese hätten zu ihm gesagt: „Fürchte dich nicht, Menschensohn.“ Für Däniken waren hier Außerirdische am Werke, denn sie hätten Henoch „über die Erde hinausgetragen“, so dass dieser die Kugelform der Erde habe erkennen können.

Beweise auch aus archäologischen Quellen

Auch in anderen historischen Quellen wie in Texten des griechischen Geschichtsschreibers Herodot und des alttestamentlichen Propheten Hesekiel findet Däniken Beweise für die Existenz Außerirdischer.

Doch nicht nur in Texten, auch in archäologischen Quellen wie den Nazca-Linien in der peruanischen Wüste und einer Grabplatte aus der Maya-Ruine von Palenqe sieht er klare Belege für das Wirken Außerirdischer.

„Es traut sich niemand an das Thema ran, weil man Angst hat, sich lächerlich zu machen“

Die Wiederkunfts-Vorstellungen vieler Religionen bezieht er auf die Außerirdischen. Es seien ursprünglich Außerirdische gewesen, die wiederkommen sollten. „Es geht nicht um Verschwörung. Es traut sich niemand an das Thema ran, weil man Angst hat, sich lächerlich zu machen“, betont Erich von Däniken.

Die Gläubigen und die Wissenschaftler

Er unterteilt die Menschen in zwei Gruppen: die Gläubigen und die Wissenschaftler. In beiden Fällen habe der Mensch ein besonderes Selbstverständnis – und akzeptiere deshalb keine höhere Lebensform als die eigene.

Von Däniken hingegen ist überzeugt von der Existenz Außerirdischer: „Natürlich gibt es sie, natürlich werden sie da sein und natürlich werden sie wiederkommen.“ Er ruft dazu auf, die Informationsvielfalt zu nutzen und dieses Modell wieder wissenschaftlich ernstzunehmen.

Vor und nach Dänikens Vortrag standen viele Besucher an, um Widmungen in Büchern und auf DVD-Hüllen zu bekommen, die an einem Stand verkauft wurden. Auch Fotos mit dem Referenten waren bei einigen gefragt.

„Für mich ist das Öffentlichkeitsarbeit“, betont der 84-Jährige. Er habe missionarischen Eifer – aber ohne Rechthaberei. Seine Ansichten hätten sich in den vergangenen Jahren kaum geändert: „Ich bin überzeugt, ich sitze auf dem richtigen Pferd.“

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