Baustelle um Hünfelder Rathaus geht voran

15. Mai 2019
Hünfeld

Der Bau am Hünfelder Rathaus geht vorwärts: Die Stahlbetontreppe soll aus dem Gebäude heraus gebaut und im ganzen Haus soll eine energieeffiziente Steuerungstechnik installiert werden.

Momentan ist das Hünfelder Rathaus eine Baustelle: Die Treppe muss ersetzt werden und im Gebäude wird eine elektronische Gebäudeleittechnik eingebaut. Das teilt die Stadt in einer Pressemeldung mit.

Treppenrückbau geht in die zweite Phase

Nachdem die Rückbauarbeiten in den Geschossebenen weitgehend abgeschlossen sind, treten die Arbeiten nun in die zweite Phase. Dazu hat der Magistrat einen Auftrag an ein heimisches Bauunternehmen vergeben, die geschwungene Stahlbetontreppe auszubauen. Diese war seinerzeit bei den Umbauarbeiten in den 60-er Jahren errichtet worden. Sie erfüllt allerdings nicht die brandschutztechnischen Vorgaben, da die Treppenauftritte durch ihren konischen Zuschnitt nicht gleichmäßig sind.

Die Treppe soll durch eine klassische Podesttreppe mit gleichförmigen Treppenläufen ersetzt werden, die gleichzeitig Platz schafft für den erforderlichen Aufzug, über den im Treppenauge dann künftig auch Gehbehinderte und Rollatorfahrer alle Ebenen des Rathauses barrierefrei erreichen können. Das unterste Podest auf der Rückseite des Rathauses erlaubt einen ebenerdigen Zugang zum Gebäude durch den gläsernen Windfang in Richtung Rathausstraße, dem künftigen Eingang zum Rathaus.

Um Erschütterungen und Beschädigungen an der historischen Gebäudesubstanz zu vermeiden, wird die vorhandene Stahl bewährte Betontreppe allerdings nicht herausgestemmt, sondern segmentweise herausgesägt und durch den hinter dem Rathaus stehenden Kran nach außen befördert.

Energieeffiziente Steuerungstechnik

Um langfristig Energie einsparen zu können, sollen Rathaus und Bürgerbüro eine elektronische Gebäudeleittechnik erhalten, die sowohl die Heizungs- als auch die Lichtanlagen in jedem Raum steuern wird. Dazu hat der Magistrat der Stadt nach Angaben von Bürgermeister Stefan Schwenk jetzt die Aufträge an ein Fachunternehmen vergeben, das die Gebäudeleittechnik planen und installieren soll.

Dazu müssen alle Räume mit ihren künftigen Funktionen zunächst aufgenommen werden. Die Gebäudeleittechnik wird es dann ermöglichen, zentral und automatisiert Heizung, Lüftung, Licht und soweit erforderlich auch Klimatisierung zu steuern. Durch die optimierte Steuerung soll ein Beitrag zur Energieeffizienz, zum Umweltschutz und letztlich auch zur Kosteneinsparung geleistet werden, betont der Bürgermeister. / lea