Bürgerschaftspreis 2015: Yannik Helm dirigiert Musiker und komponiert Lieder

21. April 2015
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NÜSTTAL

Musik bestimmt sein Leben jeden Tag. Yannik Helm aus Nüsttal engagiert sich seit vielen Jahren gleich in drei Musikvereinen.

Mit der Blockflöte hat die Leidenschaft im Alter von vier Jahren für die Musik begonnen. Wenig später probierte Yannik Helm die Trompete aus, hinzu kamen noch Klarinette, Klavier und Orgel. „Dabei wurde mir das noch nicht mal in die Wiege gelegt. Meine Eltern sind überhaupt nicht musikalisch“, sagt der 23-Jährige.

Sein musikalischer Weg beginnt in der Musikkapelle in Nüsttal; heute leitet er dort selbst jeden Donnerstag die Probe und engagiert sich im Vorstand. Aber das ist nicht der einzige Verein, in dem Yannik den Ton angibt. Freitags probt er erst mit dem Jugendorchester in Elters, ehe er die Musiker in Eichenzell dirigiert.

Der Heimat treu geblieben

Wenn er nicht bei den Proben ist, bestimmt die Musik auch die restlichen Tage. Der Nüsttaler studiert Schulmusik in Würzburg. „Mir macht es Spaß, anderen Musik zu erklären und sie dafür zu begeistern, sowohl in der Schule als auch im Verein“, sagt Helm. Das war ein Grund dafür, warum er den Vereinen in der Heimat treu geblieben ist. „Natürlich hätte ich mich einem Verein in Würzburg anschließen können, aber ich wollte hier nicht alles hinwerfen“, erklärt er.

Wenn er nicht in der Heimat ist, organisiert er vieles per E-Mail, seine Wochenenden und Semesterferien verbringt er hier, um proben zu können. „Im Frühjahr geht die intensive Phase wieder los, denn dann stehen viele Konzerte und Feste an“, erzählt der 23-Jährige. Damit die Gruppen zum Üben möglichst vollständig sind, holt Yannik die Jugendlichen sogar zu Hause ab, wenn sie keine Möglichkeit haben, zu den Proben zu erscheinen. „Das soll schließlich keine Ausrede sein, um nicht zu kommen.“

Sonntags in der Kirche an der Orgel

Der Nüsttaler probt insgesamt mit etwa 80 Musikern in der Woche. Dass es in den Musikvereinen am Nachwuchs mangelt, kann Yannik nicht bestätigen. „Die Jugendlichen haben in einem kleinen Ort wie Nüsttal natürlich nicht so viele Möglichkeiten wie in der Stadt, da es einfach nicht so viele Vereine gibt. Oft kommen sie durch die Eltern oder Großeltern zur Musik“, erklärt er. Dennoch kommt es vor, dass der Dirigent vor einem Auftritt zittern muss, wenn ein Instrumentenspieler absagt. „Dann muss ich viel telefonieren, um einen Ersatz zu finden. Manchmal wäre es einfach, wenn die Vereine fusionierten, damit die Musiker flexibler sind.“

An jedem zweiten Sonntagmorgen ist er pünktlich um halb neun in der Kirche, um die Orgel zu spielen. „Wenn am Abend vorher ein Konzert war und ich erst spät nach Hause gekommen bin, ist das manchmal schon hart, aber nach fünf Jahren bin ich geübt. An manchen Sonntagen geht es danach gleich weiter zur nächsten Veranstaltung“, erzählt er. Und trotzdem findet der 23-Jährige noch genug Zeit, um zu komponieren. „Ich probiere viel aus, von Popmusik bis hin zu Jazz oder Marschmusik.“ Jeden Tag versucht er, eine Stunde dafür zu investieren, um nicht aus der Übung zu kommen. Dabei ist es wichtig, dass er Ruhe findet, um seine Ideen zu verwirklichen. Die hat er in seinem Musikzimmer, in dem er sogar nachts spielt. „Meine Eltern hören das mittlerweile nicht mehr. Die sind das gewöhnt. Früher galt jedoch: ‚Vor neun Uhr wird nicht geprobt‘.“

Stimmen Sie ab!

Sie, liebe Leserinnen und Leser, können aus den 20 Frauen und Männern, die wir in unserer Zeitung porträtieren, Ihren Favoriten wählen, von dem Sie sagen „Wenn wir DICH nicht hätten ...“.

Und das geht so: Jeder hat nur eine Stimme. Schreiben Sie Ihren Favoriten auf eine Karte oder in einen Brief und senden Sie uns den Namen per Post an:

Verlag Parzeller
Stichwort: Bürgerschaftspreis 2015
Frankfurter Straße 8
36043 Fulda

Oder senden Sie ein Fax an (06 61) 28 02 79 – bitte ebenfalls das Stichwort angeben.

Außerdem wichtig: Wir benötigen auf jeden Fall Ihren Absender mit vollständiger Anschrift, um Mehrfachnennungen auszuschließen. Für Vereine, Familien und andere gilt: Wer eine Liste mit Namen (samt Adressen und Unterschriften) einreichen möchte, darf maximal 20 Stimmen abgeben.

Eine Stimmabgabe per Internet ist erst möglich, wenn wir sämtliche Kandidaten in unserer Zeitung vorgestellt haben. Dann werden Sie auf unserer Webseite ein Formular für die Wahl finden.

Übrigens: Viele der Kandidaten können Sie in den nächsten Wochen auf unserer Webseite in Videofilmen sehen. Wir haben jeden interviewt, der damit einverstanden war.

Der Preis, den unsere Zeitung zum zweiten Mal auslobt, sieht für den Erstplatzierten 1000 Euro vor. Der Zweit- und Drittplatzierte erhält je 500 Euro. Die Plätze vier bis acht werden mit je 200 Euro bedacht, die Plätze 9 bis 20 mit je 100 Euro.

Hier geht es zu den Kandidaten, die wir bereits vorgestellt haben:

Jürgen Fiedler ist für den TV Petersberg sieben Tage pro Woche im Einsatz
Silke Gramatzki-Wieczorek widmet ihr Leben den Tieren
Christoph Möller ist die Seele des Orchesters RSM Niederkalbach
Alfred Gollbach hat ein großes Herz für benachteiligte Menschen
Margarethe Schönherr gibt in Fuldaer Haftanstalt und im Altenheim Malkurse