Bürgerversammlung: Von Kitas über Bibliothek bis zum Rathaus

27. März 2019
hünfeld

Der Neubau von Kindergärten, die Stadtbibliothek, der Umbau des Rathauses und des neuen Bürgerbüros, die Umgestaltung der Innenstadt: Bei der Bürgerversammlung der Stadt Hünfeld haben die Zuhörer in der Stadthalle einen informativen Abend verbracht.

Einen hohen Stellenwert haben Kindergartenplätze. Daher erläuterte Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU) die Planungen für den Neubau des Kindergartens an der Berliner Straße. Dort entstehen 75 Kindergartenplätze und 12 U 3-Plätze. Die Kosten belaufen sich auf 3,2 Millionen Euro. „Ziel ist es, dass der Kindergarten zum 1. Januar 2022 in Dienst geht.“ Er ging zudem auf die Frage aus dem Publikum nach der Parksituation in der Berliner Straße ein: Der Verkehr solle auf jeden Fall beruhigt werden. „Insgesamt wird es mehr Stellplätze als bisher geben“, sagte der Bürgermeister.

Auch beim Kindergarten St. Jakobus fiel die Entscheidung für einen Neubau, der zum 1. Januar 2023 in Betrieb gehen soll. Eine Studie hatte ergeben, dass der Unterschied zwischen einem Neubau und einer Sanierung bei nur 200 000 Euro liege. Oberhalb des neuen Friedhofs gibt es ein freies Grundstück. Der neue Standort sei aufgrund der Nähe zu den Neubaugebieten und des großen Parkplatzes ideal.

Auch eine Sanierung des Ulrich-Kindergartens stehe in den nächsten Jahren an. „Für die Kinderbetreuung werden wir in den kommenden Jahren acht bis zehn Millionen Euro in die Hand nehmen müssen“, sagte Schwenk.

Im Fokus stand auch die Eröffnung der Stadtbibliothek. „Sie ist ein Highlight in unserer Stadt geworden“, hob Schwenk hervor. Sie biete mehr Möglichkeiten, ein größeres Angebot und erweiterte Öffnungszeiten.

Zudem stellte der Bürgermeister einen Auszug aus den 24 Infrastrukturmaßnahmen für das kommende Jahr vor. Beispielsweise müsse beim Thema Hochwasserschutz einiges an Geldern in die Hand genommen werden. Außerdem nannte er den Endausbau in den Baugebieten Am Tiergarten und Südlich Molzbacher Straße in Hünfeld sowie im Sperberweg in Michelsrombach und den Ausbau der Nüster Straße in Mackenzell.

Hinsichtlich der Neugestaltung der Innenstadt erklärte er, dass als erste die Rathausstraße ausgebaut werden müsse – ein Anlass, um sich über eine Neugestaltung der Innenstadt Gedanken zu machen. Ein Planungsbüro befasst sich derzeit mit der Entwicklung eines Konzepts – in enger Abstimmung mit den Bürgern. „Wir möchten kein Sammelsurium an Belägen, die Aufenthaltsqualität soll weiter verbessert werden“, fasste Schwenk wichtige Punkte zusammen.

Auch über den Stand der Arbeiten am Rathaus und im Gebäude in der Mittelstraße 9 berichtete er. In der Mittelstraße seien alle Gewerke vergeben, der Umzug stehe Ende Mai an. Das Rathaus sei fast gänzlich entkernt, einige Wände und Decken seien einsturzgefährdet. „Es gibt einiges mehr zu tun, als wir dachten. Wir hoffen, im März/April 2020 einziehen zu können.“

Fragen von den Bürgern kamen zum Insektensterben, zum Verbot von Glyphosat, zu Blühstreifen und dem Verkehr in der Klingelstraße. Zu Beginn hatte Stadtverordnetenvorsteher Berthold Quell die Gäste in der gut besuchten Stadthalle begrüßt. Mit dabei waren auch Erster Stadtrat Stefan Schubert (beide CDU) sowie die Fachbereichsleiter Thomas Henkel und Uwe Jahn. / sam