Mit der Dorferneuerung fing alles an – Gehöft in Rothenkirchen wurde saniert

15. November 2019
Rothenkirchen

Mit der in 2008 abgeschlossenen Dorferneuerung erlebte Rothenkirchen eine Aufwertung. An dem Programm beteiligte sich seinerzeit auch die Familie Johannes Kemler in der Brunnenstraße 17, die ihr Wohnhaus renovierte.

Nach Abschluss der Dorferneuerung folgten weitere Sanierungsmaßnahmen, die das Gehöft grundlegend umgestalteten und ihm zu einem heutigen Aussehen verhalfen. Zunächst wurde das Wohnhaus, in dem sich bis 1987 die Gaststätte „Hessenmädel“ befunden hatte, einer umfassenden Restaurierung unterzogen.

Das Haus entstand einst im Erdgeschoss in Massivbauweise mit aufgesetztem Fachwerk. Der Dachstuhl, der während der Dorferneuerung komplett erneuert worden war, trägt ein Mansardendach. Heute wohnt in dem Haus Dora Kemler, die Mutter des Besitzers. Weitere Wohnungen sind vermietet.

Abriss des alten Bauwerks

Später nahm man die in die Jahre gekommen Hofreite in Angriff. Deren Gebäude befanden sich in einem schlechten Zustand. Sie dienten einst als Stroh- und Heulager sowie für die Einstallungen des Viehs auf dem 15 Hektar großen Hof. Nach dem Tod des vor 21 Jahren verstorbenen Seniors Fritz Kemler gab man die Landwirtschaft auf. Sohn Johannes, der heutige Besitzer, und seine Familie wohnten da bereits in Rodgau.

Johannes Kemler und seine Frau Birgit wollten jedoch nicht abwarten, bis die Scheune in Rothenkirchen einzufallen drohte. Viele Balken des Gebäudes waren total marode, die Ziegeleindeckung bereits in die Dachrinnen gerutscht. Also entschied man sich, das alte Bauwerk abzureißen und an dessen Stelle neue Hallen und Garagen entstehen zu lassen.

Dora Kemler half mit

In jeder freien Minute packten die beiden mit an, investierten Geld in die Neubauten. Auch Johannes Mutter Dora half mit. Noch heute greift die 79-Jährige zum Handwerkszeug, wenn es etwas zu arbeiten gibt.

Ihrem Wunsch nach einer kleinen Blumenecke und einer Pergola, an der Weinreben wachsen, kamen die Kinder nach. Eisenbereifte Wagenräder hat Dora Kemler liebevoll instand gesetzt und aufgestellt – als ein Zeichen dafür, dass hier einmal Landwirtschaft betrieben wurde. / sec

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