Dammersbacher Windkraftgegner lassen nicht locker

27. Januar 2015
Dammersbach

Der Bürgerinitiative Dammersbach lässt trotz der Ankündigung des Regierungspräsidiums Kassel (RP), in den nächsten Tagen auf der Rotlöwenkuppe zwischen Traisbach und Dammersbach drei Windräder zu genehmigen, nicht locker. Sie hofft jetzt auf die Justiz.

„Wir sind sehr enttäuscht über die Entscheidung des RP – vor allem, weil die Natur so viele Argumente geliefert hat, die von Abo-Wind beantragten Windräder nicht zu genehmigen", sagt BI-Sprecher Siegfried Bug. Auf der Rotlöwenkuppe seien ein Schwarzstorch-Paar und mehrere Rotmilan-Paare nachgewiesen worden.

Der Verwaltungsgerichtshof Kassel hatte erst im Dezember entschieden, dass beim Vorkommen mehrerer Rotmilan-Paare ein Schutzradius von sechs Kilometern um einen Horst zum Schutz notwendig sein könne, wenn der Rotmilan dort seine Nahrung finde. Dabei ging es einen Genehmigungsantrag für Windräder bei Nentershausen (Kreis Hersfeld-Rotenburg).

Ähnliche Situation wie in anderen Gebieten mit Schutzzonen

„Würde dieser Schutzradius auf der Rotlöwenkuppe angelegt, dürfte es keine Genehmigung geben", sagt Bug. Auf der Rotlöwenkuppe seien auch Wanderfalken, Wespenbussarde und mehrere besonders geschützte Fledermausarten nachgewiesen worden, die andernorts schon zur Nichtgenehmigung von Windrädern geführt haben.

Mit der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) bereitet die BI jetzt rechtliche Schritte gegen die angekündigte Genehmigung vor.

Was die Bürgerinitiative Traisbach, der Hofbieberer Bürgermeister Markus Röder (parteilos) und Hünfelds Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU) zu der Erklärung des Regierungspräsidiums sagen, lesen Sie genau wie einen Kommentar zum Thema in unser gedruckten Samstagsausgabe sowie im E-Paper.

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