Erfolge der Hünfelder Bundespolizei bei Einsätzen an der Grenze

27. November 2018
Hünfeld

Die Bundespolizei in Hünfeld berichtet in einer Pressemitteilung von Erfolgen bei ihren Einsätzen in Süddeutschland.

Bereits seit über drei Jahren ist die Hünfelder Einsatzhundertschaft, seit der Wiedereinführung der Grenzkontrollen im September 2015, regelmäßig an der Grenze zu Österreich eingesetzt. Der Schwerpunkt der Aufgaben der Hünfelder Einsatzkräfte liegt dabei in der Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs, der Verhinderung der illegalen Einreise und dem Erkennen möglicher Schleusungen. Neben diesen Deliktfeldern konnten die Hünfelder Beamten im November weitere kapitale Straftaten als „Nebenprodukte“ aufklären.

An der Kontrollstelle der A 7 am Grenztunnel in Füssen kontrollierten die Beamten einen italienischen Kleinwagen. Nach der Personenkontrolle des Fahrers, die ohne Erkenntnisse blieb, widmeten sich die Beamten eingehender dem Fahrzeug. Dabei wurden insgesamt 27 verschweißte und mit Marihuana gefüllten Plastikpäckchen aufgefunden. Die Reserveradmulde hatte der 45-Jährige entgegen seiner ursprünglichen Bestimmung mit 14 Kilo „Gras“ gefüllt. Bei einer genaueren Durchsuchung durch den verständigten Ermittlungsdienst der zuständigen Bundespolizeiinspektion Kempten konnten in der Stoßstange sowie in der Seitenverkleidung weitere Päckchen mit einem Gewicht von 10 Kilo aufgefunden werden. Die rund 24 Kilo Marihuana hätten im Verkauf wohl um die 240.000 Euro eingebracht. Die wertvolle Fracht wurde beschlagnahmt und der Italiener am Folgetag in Untersuchungshaft eingeliefert.

Kontrolle eines Linienbusses

Vier Tage später kontrollierte eine weitere Streife der Einsatzhundertschaft, mit Kollegen der Bundespolizeiinspektion Kempten, einen Linienbus im Bereich Lindau. Zunächst stellten die eingesetzten Polizeibeamten bei der Überprüfung eines Bulgaren zwei Vollstreckungshaftbefehle der Staatsanwaltschaft Berlin fest. Wegen schweren Diebstahlsdelikten hatte der Gesuchte noch eine Restfreiheitsstrafe von über 10 Monaten zu verbüßen. Zudem war ihm seit Juli 2015 sein Recht auf Freizügigkeit unter anderem aufgrund der Eigentumsdelikte aberkannt und eine fünfjährige Wiedereinreisesperre erlassen worden. Polizeilich interessant blieb es auch bei der Durchsuchung des Reisegepäcks. Hierbei entdeckten die Beamten einen Wurfstern, einen Schlagring und 3,6 Gramm Haschisch.

Die größte Überraschung ergab sich jedoch bei der Durchsuchung des Koffers. Hierbei wurden 996 einzeln verpackten Edel- und Halbedelsteinen gefunden. Der Kaufpreis liegt, laut den Etiketten, bei rund 200.000 Euro. Nur einen Eigentumsnachweis blieb der Bulgare den Beamten schuldig. Zwischenzeitlich deutet nach ersten Erkenntnissen einiges darauf hin, dass die Edelsteine aus einem Pkw-Aufbruch in Frankreich stammen.

Auch in den kommenden Wochen werden Hünfelder Einsatzeinheiten die an der deutsch-österreichischen Grenze zuständigen Bundespolizeiinspektionen personell unterstützen.

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