Feldschlacht und Handwerkskunst beim Wikingermarkt in Schlotzau

13. April 2019
Schlotzau

Hornsignale tönen über den Sportplatz und Schlachtrufe sind aus allen Richtungen zu hören: Die Krieger der mehr als 500 aktiven Wikingerdorfbewohner sind los.

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Vereinzelt wehen Schneeflocken über das Marktgelände, doch beim Kämpfen und Kochen an den offenen Feuerstellen kann die Kälte den Wikingerdorfbewohner nichts anhaben.

Während der Turnierkämpfe, bei denen „fünf gegen fünf“ gefochten wird, und bei der großen Feldschlacht versammeln sich die Marktbesucher um das große abgesteckte Schlachtfeld, um den Kampfern bei ihrer Schlacht zuzuschauen.

Nicht weniger unterhaltsam ist der Gaukler „Feuerteufel“, der nicht nur Feuer spukt, sondern auch zeigt, wie und an welchen Körperstellen sich die Wikinger früher gewaschen haben.

Im Kinderwikingerdorf können Kinder selber zu kleinen Handwerkern werden. Dort können sie unter fachmännischer Anleitung ausprobieren, wie man Trinkhörner, Lederbeutel, Specksteinschmuck oder auch Zinnanhänger selbst herstellt.

„Der Grund, warum der Wikingermarkt in dem kleinen Dorf Schlotzau so gefragt ist, ist zum einen die Lage, denn in Mitteldeutschland sucht man vergeblich nach so einer Veranstaltung, und zum anderen bieten die mehr als 50 Handwerker unter historischer Genauigkeit handgefertigte Ware und überzeugen dabei mit ihrem Hintergrundwissen zu ihrem Handwerk“, erklärte Veranstalter Tobias Molz.

Am Sonntag können Besucher bei einem geführten Rundgang über den Markt neben Schmieden, Schreinern, Schnitzern, Färbern und Töpfern auch Schuhmachern und Schmuckherstellern über die Schulter schauen, an der Taverne Met trinken und verfolgen, ob die Wikinger das Dorf Schlotzau vor den Angreifern aus Dänemark verteidigen können. / akg