Fliegende Wetterstation und Roboter: Schüler stellen bei IT-Innovationstag 16 Projekte vor

23. Mai 2018
Hünfeld

Beim IT-Innovationstag in der Konrad-Zuse-Schule haben mehrere Schulklassen insgesamt 16 Projekte aus dem IT-Lernfeld vorgestellt. Unterstützt wurden sie dabei von Informatik-Lehrer Jens Heddrich. Anderthalb Jahre hatten sie Zeit, ihre Ideen zu entwickeln und fertigzustellen.

Von unserem Redaktionsmitglied Julia Hess

Ein sogenannter Klima-Qube, der Daten sammelt und auswertet, damit beispielsweise in einem Großraumbüro immer die perfekte Temperatur herrscht, ein Roboter, der einen Zauberwürfel selbstständig durcheinanderbringt und wieder logisch ordnen kann, und eine selbstgebaute Cocktailbar, die auf Knopfdruck funktioniert – das sind Projekte, die Schüler der Konrad-Zuse-Schule entwickelt haben. „Ich stelle den Schülern die Basis und gebe ihnen Hilfe. Aber sie selbst bauen, installieren und schreiben die Codes“, erzählt Jens Heddrich, Lehrer für Information, Mathe und Wirtschaftswissenschaften.

Eines dieser Projekte ist ein Modellflugzeug, das als fliegende Wetterstation fungiert. „Das Flugzeug verfügt über verschiedene Sensoren und eine Kamera, die alles aufzeichnen“, erklärt der 18-jährige Niklas Witzel. So würden verschiedene Daten wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur zum Wetter erfasst werden. „Ich kann auf der Karte angeben, wo das Modellflugzeug entlangfliegen soll, aber ansonsten muss ich es nicht steuern, es fliegt autonom.“ Die Daten werden von einer Datenbank im Internet verarbeitet. Eingesetzt werden könnte das Flugzeug an Tourismusorten wie in Skigebieten und am Strand oder für Wetterstationen.

Christian Dechant und Philipp Werdecker (beide 18) haben gemeinsam einen Roboterarm gebaut: Über eine Kamera fängt der Roboter Bewegungen auf, die mit einer Hand ausgeführt werden, und simuliert diese. „Dabei ist Fingerfertigkeit gefragt“, weiß Dechant, und Lehrer Heddrich lobt die Idee: „Das ist eigentlich schon kein Schülerprojekt mehr, sondern ein Forschungsprojekt.“

Für den Innovationstag kam auch Professor Dr. Horst Zuse (72), der regelmäßig den Kontakt mit seiner alten Heimat pflegt, aus Berlin angereist. Er hielt einen Vortrag zum Thema „Der Ursprung des Computers“ und schaute sich ebenfalls die 16 Projekte an. „Das sind schöne und kreative Ideen, die Sie hier zeigen“, lobte Zuse die Schüler und zuständigen Lehrer.