Hegeversammlung Burghaun wählt
Jochen Wolff zum neuen Vorsitzenden

08. April 2014
Rothenkirchen

Begleitet mit Jagdsignalen durch die Bläsergruppe der Hegegemeinschaft leitete der bisherige Vorsitzende die Versammlung und ließ das Jagdjahr 2013/2014 Revue passieren. Sowohl Reh- als auch Schwarzwild seien die beiden wichtigsten Wildarten, erklärte Wolff mit Blick auf die Abschussergebnisse, die von den einzelnen Jagdbezirken gemeldet worden waren.

Nachdem im Vorjahr wegen des Rehwildverbisses an Forstpflanzen eine geringe Erhöhung vor allem im Staatswald vorgenommen worden war und der Abschuss auf 6020 Hektar mit 251 Rehen festgesetzt wurde, seien die Jagdausübungsberechtigten mit 268 erlegten Tiere dem Ziel nahe gekommen.

In der Zahl sind jedoch 38 Stück Fallwild enthalten, die durch Unfälle auf den Straßen innerhalb der Hegegemeinschaft umkamen, erklärte Klaus Wolff. Somit habe der Abschuss bei 103 Prozent gelegen – anders beim Schwarzwild, das zum Ärger der Landwirte nur auf landwirtschaftlichen Flächen Schäden verursache. Lagen die Wildschäden im Jagdjahr 2012/2013 noch bei rund 13 000 Euro, gingen diese auf zirka 9000 Euro zurück.

Der Grund sei, dass im langen Winter 2013 die Bejagungsmöglichkeiten sehr günstig waren und der erste Satz an Frischlingen den starken Spätfrösten im März des letzten Jahres zum Opfer fielen. Insgesamt wurden 162 Sauen erlegt, im Jahr zuvor 244. Nun rechne man jedoch wieder mit einer Zunahme beim Schwarzwild. Die sehr starke Eichelmast und der ausgesprochen milde Winter würden dafür sprechen.

Kreisjagdberater Jürgen Manns nahm die Bewertung der Rehwildgehörne vor, die gewisse Rückschlüsse auf den gesamten Rehwildbestand zulassen. Mit dem allgemeinen Zustand des Rehwildes waren sowohl Hessen-Forst als auch die Revierinhaber zufrieden.

Aufgrund des Regierungswechsels in Hessen – unter Beteiligung der Grünen – sei im Koalitionsvertrag festgelegt worden, dass das hessische Jagdgesetz in seiner jetzigen Fassung weiterhin Bestand haben werde, so Manns. Des Weiteren sprach er das Verhalten einiger Naturschutzverbände an, die aufgrund gut gefüllter Kassen Flächen aufkaufen wollen, um sie "aus Gewissensgründen" aus der Bejagung herauszutrennen. So solle ein "Flickenteppich" der Jagdflächen erzeugt und den Jägern die Jagd vergällt werden, sagte Manns. / bh

Ehrungen:
Goldene Hegemedaille: Werner Möller (Jagd Hünhan/Gruben)
Silberne Hegemedaille: Thomas Besseling (Jagd Steinbach) für einen erlegten abnormen Rehbock mit drei Stangen
Bronzene Hegemedaille: Frank Hohmann (Staatsrevier Plätzer) für einen erlegten alten Sechserbock
Jagdstrecke: 268 Rehe, 162 Sauen, 13 Hasen, 1 Kaninchen, 94 Füchse, 4 Marder, 1 Iltis, 14 Dachse, 20 Waschbären, 6 Ringeltauben, 15 Stockenten, 14 Rabenkrähen, 8 Elstern und 1 Marderhund.

Der Vorstand:
Vorsitzender und Rehwildsachkundiger: Jochen Wolff
2. Vorsitzender: Thomas Rininsland (Bernshausen)
Vertreter der Jagdvorstände: Richard Hahn (Steinbach)
Rechner: Werner Hüfner (Nüst)
Vertreter der Forstwirtschaft: Dr. Helmut Aszmutat (Forstamt Burghaun)

In der Leitung der Hegegemeinschaft Burghaun hat sich ein Wechsel vollzogen. Während der Jahreshauptversammlung im Schützenhaus Rothenkirchen wählten die 31 Mitglieder Jochen Wolff zum neuen Vorsitzenden. Er ist damit Nachfolger seines Vaters Klaus Wolff, der den Posten 15 Jahre lang innehatte.