Hünfeld entscheidet Sonntag über einen neuen Bürgermeister

02. November 2019
Hünfeld

In Hünfeld sind die Bürgerinnen und Bürger amSonntag dazu aufgerufen, über einen neuen Bürgermeister zu entscheiden. Benjamin Tschesnok ist der einzige Bewerber. Rund 12.000 Wahlberechtigte können ihre Stimme abgeben.

Der derzeitige Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU) strebt wegen gesundheitlicher Probleme keine zweite Amtszeit an. Sein Nachfolger zum 1. April 2020 will Benjamin Tschesnok aus Hünfeld werden. Er ist der einzige Kandidat, der heute auf dem Stimmzettel steht.

Den anderen in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien war es nicht gelungen, einen eigenen oder gemeinsamen Bewerber aufzustellen. Tschesnok ist gewählt, wenn mindestens 50 Prozent der Wähler mit „Ja“ stimmen. Der 35-Jährige gehört bereits seit 2006 der Stadtverordnetenversammlung an.

Wahlparty heute im Lokschuppen

2014 wurde er zum CDU-Fraktionsvorsitzenden sowie zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt. 2015 trat er im Hünfelder Stadtverband den Vorsitz an. Von 2005 bis 2010 hat Tschesnok Rechtswissenschaften in Frankfurt studiert. Nach seinem Referendariat trat er in die Kanzlei Kircher & Abel in Hünfeld ein. Tschesnok ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Die Kommunalpolitiker werden am heutigen Sonntagabend im Lokschuppen in Hünfeld die Ergebnisse erwarten. Wahlberechtigt sind rund 12.000 Bürgerinnen und Bürger. Wahlleiter ist Stefan Schwenk.

Tschesnok bleibt einziger Bewerber für Bürgermeisteramt in Hünfeld

Nachdem in der vergangenen Woche die Christliche Wählereinheit (CWE) mitgeteilt hatte, dass ihre Suche nach einem Bewerber oder einer Bewerberin erfolglos geblieben sei und am Wochenende auch die SPD verkündete, die Suche ohne Erfolg eingestellt zu haben, hätte bis 18 Uhr noch die Möglichkeit bestanden, dass eine unabhängige Kandidatin oder ein unabhängiger Bewerber seine Unterlagen eingereicht hätte.

Auch SPD verzichtet: Wird Tschesnok alleiniger Bürgermeister-Kandidat in Hünfeld?

„Die Hünfelder SPD wird zur kommenden Bürgermeisterwahl keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken", bestätigen die Sozialdemokraten in einer Mitteilung an unsere Zeitung. Dabei sei die Bürgermeisterstelle sogar parteiintern und hessenweit ausgeschrieben worden, worauf sich mehrere Interessenten gemeldet hätten. „Letztlich hat sich daraus aber keine geeignete Kandidatur ergeben", heißt es vonseiten der SPD.

Benjamin Tschesnok mit großer Mehrheit zum Bürgermeister-Kandidaten in Hünfeld gekürt

Benjamin Tschesnok soll, wenn es nach der Hünfelder Union geht, 2020 Bürgermeister von Hünfeld werden. 73 von 74 Mitgliedern (98,65 Prozent) stimmten für den Vorsitzenden von Stadtverband und Fraktion. Gerührt und mit Freude nahm der 35-Jährige die Wahl an. „Der Kapitän wechselt, der Kurs aber bleibt", hatte Tschesnok zuvor in seiner „Vorstellungsrede" gesagt.

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