Musizierende der Wigbertschule bewiesen große musikalische Bandbreite

23. Dezember 2013
Hünfeld

Zu einem musikalisch vielseitigen Konzert hat die Wigbertschule Hünfeld eingeladen. Verschiedene Ensembles sorgten in der Klosterkirche Hünfeld auf musikalisch hohem Niveau für eine feierliche Stimmung.

"Die Zeiten werden immer hektischer und gerade um Weihnachten herum immer weniger besinnlich. Versuchen Sie, eine Entschleunigung zu bekommen, denn jetzt ist naturgemäß die Zeit der Ruhe", sagte Schulleiter Alfred Helgert zu Beginn des Konzerts, das nach einjähriger Abstinenz nun wieder in der Klosterkirche stattfand. "Ich wünsche Ihnen viel Zeit für die Dinge, die wirklich wichtig sind, und im ganz wörtlichen Sinne Langeweile", erläuterte Helgert weiter und begrüßte die Gäste in der voll besetzten Klosterkirche. Sehr kurzweilig boten die verschiedenen Formationen der Wigbertschule ihr vorweihnachtliches Programm dar.

Unter einem großen Tannenbaum, geschmückt mit roten Kugeln, nahm das Blasorchester der Wigbertschule, Bl-O-W, Platz. Unter der Leitung von Martin Genßler präsentierten sie unter anderem das Spiritual "He's got the whole world in his hands", Mozarts "Romanze" sowie die bekannten Weihnachtslieder "Ich steh an deiner Krippen hier" und "Vom Himmel hoch". Weniger typische Weihnachtslieder, dafür aber Stücke, welche die vorweihnachtliche Stimmung transportieren, sang der Schulchor "Voice Garden" unter dem Dirigat von Thomas Nüdling. Die Schüler zogen zur Melodie von "Seht, die gute Zeit ist nah" in die Kirche ein und trugen das Stück dann kanonartig vor. Bei "Immanuel" von Michael Card erntete die Sopranistin Johanna Halsch viel Applaus für ihren Solopart.

Festliche Stimmung verbreiteten die Jungen Streicher unter der Leitung von Katharina Antonovska mit ihren Darbietungen. "Tochter Zion", "O du fröhliche" sowie die schwungvolle Melodie von "Fröhliche Weihnacht" sorgten für eine tolle Atmosphäre. Eine besondere Stimmung versuchte auch die Kompositions-AG, bestehend aus Dominik und Gabriele Suchla, zu transportieren. Mit ihrem selbst komponierten Stück "Sternennacht", das von Thomas Nüdling an der Orgel vorgetragen wurde, ließen die Schüler musikalische Gedanken zu einem Gemälde Vincent van Goghs einfließen. "Der Kontrast zwischen dunklen und hellen Farben, der Winter und die Kälte, das zarte Aufflackern der Sterne – all das haben wir versucht, in unser Stück einzubauen" berichten Dominik und Gabriele Suchla.

Ein besonderer Hingucker war der Chor der fünften Klassen mit den roten Weihnachts-Mützen. Die Mädchen und Jungen, geleitet von Sabrina Höfner sowie Thomas Nüdling, sangen unter anderem eine fetzige Version von "Stern über Bethlehem", bei dem auch gebastelte Sterne zum Einsatz kamen. Klassisch und rockig zugleich wurde es beim Hünfelder Kammerorchester an der Wigbertschule unter dem Dirigat von Thomas Nüdling: Enrico Morricones "Gabriel's Oboe" mit dem Solisten Silas Neuhof am Cello, war ebenso ein Highlight wie "Jingle Rock". Hierbei handelt es sich um ein Medley verschiedener weihnachtlicher Melodien. Durch das Zupfen der Saiten wirkte die Spielweise besonders bewegt und tänzerisch.

Zum Schluss des gut eineinhalbstündigen Konzerts gab es einen gemeinsamen Abschluss aller Ensembles, bei dem auch das Publikum zum Mitsingen eingeladen war. "Es kommt ein Schiff gefahren" wurde von Thomas Nüdling geschrieben und am Klavier begleitet. Nach einer Einleitung durch Bl-O-W formten die Schüler durch Hin- und Herschaukeln eine Wellenbewegung und sangen drei Strophen des Lied.