Nach LED-Tafeln in Burghaun: Rasdorf setzt Regeln für Werbung

06. Dezember 2019
Rasdorf

Einstimmig hat die Gemeindevertretung Rasdorf in ihrer jüngsten Sitzung eine Werbegestaltungssatzung verabschiedet. Damit, so Bürgermeister Jürgen Hahn (CDU) in der Begründung, wolle man auch auf die Neuerungen im Werbebereich wie die LED-Tafeln an der B 27 bei Burghaun reagieren.

Von unserem Redaktionsmitglied Hartmut Zimmermann

„Muss denn wirklich alles reglementiert werden?“ Mit dieser rhetorischen Frage eröffnete Klaus-Peter Sauerbier (CDU) die Aussprache über den Punkt. Sein Fazit: Nicht alles solle durch Satzungen und dergleichen bestimmt werden – aber manches doch.

Denn um zu verhindern, dass das Ortsbild durch allzu auffällige Werbung gestört und der angestrebte Schutz der Nacht in der „Sternenpark-Gemeinde“ Rasdorf durch hell leuchtende Werbetafeln ausgeblendet werde, sei eine Regelung wichtig. Mit der Satzung schaffe die Gemeinde Rechtssicherheit, betonte Sauerbier, der für seinen Beitrag das Amt des Vorsitzenden der Vertretung an seinen Stellvertreter Aloys Schwalbach abgegeben hatte.

Die Satzung schreibt unter anderem fest, dass Werbeanlagen mit Blinklichtern oder mit projizierenden Lichtbildern nicht gestattet sind. Auch Pylone von mehr als drei Metern Höhe sind nicht erlaubt. Es gehe nicht darum, Werbung zu verhindern, betonte Sauerbier. Sie müsse aber ins Ortsbild passen.

Alle Gemeindevertreter stimmten für die neue Satzung.

Massive Kritik an LED-Werbetafeln in Burghaun

In einer Pressemitteilung betont die AGN, die neue Anlage bedeute eine massive Beeinträchtigung für nachtaktive Insekten und andere Tiere. Zudem gelte grundsätzlich, dass die Zeiten, in denen Kunstlicht bei Nacht als Phänomen „ohne Schattenseiten" gesehen werden könnten, vorbei seien.

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