Himmelsschauplätze im Sternenpark Rhön sind eröffnet – mit zwei Weltneuheiten

13. September 2019
Nüsttal

300 Besucher sind am Freitagabend zur Eröffnungsfeier des Himmelsschauplatzes in Hofaschenbach gekommen. Sie sind die ersten gewesen, die die Geräte – darunter sogar zwei Weltneuheiten – testen konnten.

Astronomiebegeisterte sind in Nüsttal-Hofaschenbach gut aufgehoben. Dort können sie ab jetzt die Ereignisse am Tages- und Nachthimmel erkunden und sich gleichzeitig über das Thema Lichtverschmutzung informieren. Der Himmelsschauplatz liegt ein Stück oberhalb der Linsbergkapelle (Ulmensteinstraße), direkt an der Extratour „Ulmenstein“. Der hiesige Heimatverein hat die Patenschaft übernommen.

Weltpremiere im Sternenpark

300 Besucher wurden am Freitag von Nüsttals Bürgermeisterin Marion Frohnapfel (CDU), Landrat Bernd Woide (CDU), Sternenpark-Koordinatorin Sabine Frank und Torsten Raab, Geschäftsführer Naturpark Hessische Rhön, begrüßt.

„Der Himmelsschauplatz ist etwas ganz Besonderes“, sagte Landrat Woide. Torsten Raab fügte hinzu, dass sogar Weltneuheiten aufgebaut wurden. Ein sogenannter Polarsternfinder sowie eine drehbare Sternkarte wurden erstmals für das Projekt produziert.

Der Himmelsschauplatz wartet aber auch mit einer drehbaren Wellenliege und Fernglasaufsetzern auf. So soll der Himmel gut und einfach zu erkunden sein. Davon durften sich die Besucher am Freitag schon selbst überzeugen.

Im Anschluss wurden Interessierte zu einer astronomischen Vollmondführung eingeladen. Musikalisch begleitet wurde die Feier von den Nüsttaler Alphornbläsern sowie Kindern der Grundschule Nüsttal. Die Grundschüler sangen Sternen-Lieder, der Linsberg-Song war sogar eingens getextet von Adolf Trott (Heimatverein Hofaschenbach).

113.000 Euro Kosten

Hofaschenbach ist aber nicht der einzige Standort, an dem der Himmel erforscht werden kann. Auch in Bad Salzschlirf, Kalbach-Eichenried und Hofbieber-Danzwiesen (Landkreis Fulda) sowie Hohenroda-Soislieden (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) sind Himmelsschauplätze entstanden. Insgesamt kostet das Projekt 113.000 Euro.

Zum Projekt: Die Himmelsschauplätze sind im Rahmen eines Kooperationsprojekts von Landkreis Fulda (Naturpark und Biosphärenreservat Rhön), Verein Natur- und Lebensraum Rhön, den Regionalforen Fulda Südwest und Hersfeld-Rotenburg sowie der Gemeinde Hohenroda entstanden.

Gefördert wurde das Projekt mit LEADER-Mitteln in Höhe von rund 56.000 Euro. Teil des Projekts sind neben den fünf Himmelsschauplätzen auch Infotafeln zum Thema Sternenpark Rhön und Schutz der Nacht, die an insgesamt 22 Standorten in Kommunen des Landkreises Fulda sowie in den Gemeinden der Nördlichen Kuppenrhön aufgestellt werden.

Langfristig sollen auch in der bayerischen und der thüringischen Rhön Himmelsschauplätze entstehen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.biosphaerenreservatrhoen.de. / lio