Plattform auf dem Rößberg mit vielen Gästen eingeweiht

28. März 2014
Großenbach

Als eine "große Bereicherung der hiesigen touristischen Infrastruktur" werteten gestern die Teilnehmer der Einweihung des Aussichtspunktes auf dem Rößberg bei Großenbach die architektonisch interessante Plattform, von der aus eine weite Rundsicht möglich ist.

Mit den Klängen der Hünfelder Jägerhornbläser begann die Feierstunde. Anlässlich der Einweihung des Aussichtspunktes "Via Regia – Hessisches Kegelspiel" begrüßte der Hünfelder Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel (CDU) die zahlreichen Gäste, die den Weg dorthin zum Teil zu Fuß zurückgelegt hatten. Unter den Eingeladenen waren auch Vertreter der Politik, Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung.

Fennel unterstrich in seiner Rede die Wichtigkeit dieses bisher einmaligen Aussichtspunktes auf dem Rößberg. Dieses Areal sei ein Teilbereich der Via Regia. "Die Via Regia gibt heute einem Netzwerk für internationale Zusammenarbeit des Europarates von Santiago de Compostela bis Kiew ihren Namen. Die Konrad-Zuse-Stadt Hünfeld gehört dazu", sagte Fennel.

Der Rößberg ist an das Großenbacher Wanderwegenetz angebunden, das vom dortigen Tanz- und Kulturverein gestaltet wurde. Allen, die gut zu Fuß sind, bietet der Bereich vier Rundwanderwege.

Die Betonkonstruktion wurde durch die Firma Karl Fleischmann im Auftrag der Firma Bock errichtet und für das zweite Hauptgewerk, die Stahlarbeiten, zeichnet die Firma Schäfer Wintergartenbau verantwortlich.

"Der besondere Charme dieses Projektes besteht darin, dass es sich sozusagen selbst durch die Erträge aus dem Auffüllmaterial finanziert. Wir konnten also die Finanzierung ohne Fördermittel, die hier grundsätzlich auch möglich gewesen wären, sicherstellen", berichtete Fennel. Das Errichten der Aussichtsplattform am Rande eines Naturschutzgebietes wurde durch den Fachdienst Natur und Landschaft beim Landkreis Fulda, dem Naturschutzbeirat des Landkreises Fulda sowie dem Kreisbauamt und den Vorsitzenden des Naturschutzbeirates, Matthias Müller, unterstützt.

Die Aufschüttung sei so gestaltet worden, "dass sie sich harmonisch in die Landschaft einbindet und den Charakter einer natürlichen Erhebung erhält", so Fennel. Dass es rund um den Aussichtspunkt keine Bepflanzung gibt, erläuterte Fennel wie folgt: "Es entspricht einer ausdrücklichen Vorgabe aus dem Bereich Naturschutz, wesentliche Teile des Hügels mit Kalkschotter abzudecken und eine natürliche Begrünung zuzulassen."

Die Aussichtsplattform ist mit einem Viscope-Fernrohr bestückt, das die vom Beobachter gewünschten Informationen wie Berg- und Ortsnamen in das Sehfeld integriert. Das neue Bauwerk wurde von den Pfarrern Peter Borta und Jürgen Gossler gesegnet. Mit einem Aha-Punsch, hergestellt nach einem geheimen Rezept von Lothar Mihm, stärkten sich viele Gäste der Einweihungsfeier.

Großenbachs Ortsvorsteher Martin Stehle bedankte sich beim Technischen Hilfswerk und der katholischen Kirchengemeinde Großenbach für die "wunderbare Bewirtung" vor Ort. Den Besuchern wünschte er "gute Sicht auf die malerische Kulisse", die vom Kegelspiel bis hin zur Rhön reiche.