Point Alpha bald "in einer anderen Liga"

Umgestaltete Dauerausstellung im Haus auf der Grenze öffnet Ende März

26. Februar 2014
Point Alpha

Die Gedenkstätte Point Alpha an der ehemaligen innerdeutschen Grenze öffnet ihre neugestaltete Dauerausstellung am 27. März für das Publikum. Die Schau wurde im Haus auf der Grenze in Geisa seit Herbst 2013 für rund 600 000 Euro modernisiert.

Die Ausstellung am einstigen US-Beobachtungspunkt an der innerdeutschen Grenze befasst sich mit der Zeit der deutschen Teilung und der Staatsgrenze der DDR in den Jahren des Kalten Kriegs.

Die Eröffnung mit offiziellen Gästen findet am Mittwoch, 26. März, um 14 Uhr statt. Dazu erwartet die Point Alpha Stiftung namhafte Gäste. Aus Berlin reist die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, an. Von der hessischen Landesregierung kommt Staatskanzlei-Chef Axel Wintermeyer, aus Thüringen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (alle CDU).

Finanziert werden die 600 000 Euro für die Neugestaltung vom Bund, den Ländern Hessen und Thüringen und der Point Alpha Stiftung. Dem Publikum ist die Ausstellung ab Donnerstag, 27. März, um 10 Uhr wieder zugänglich.

Zehn Jahre nach der Eröffnung der Dauerausstellung wurde die Ausstellung an die neuesten didaktischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst, sagte Volker Bausch, der Direktor der Point Alpha Stiftung. Zudem sei sie umfassend ergänzt und durch den Bau einer Empore räumlich erweitert worden. Viele interaktive Elemente sollen dazu beitragen, die Ausstellung auch für Jugendliche attraktiver zu machen.

Point Alpha will laut Bausch eine der sehenswertesten und modernsten Ausstellungen in Deutschland zu dem Kapitel bieten: "Wir steigen durch den Umbau und die Erweiterung in eine andere Liga auf und brauchen uns nicht mehr hinter den großen Museen in Deutschland zu verstecken."

Gezeigt wird, wie das DDR-Grenzregime funktionierte und welche Auswirkungen der Kalte Krieg hatte. Ausgehend vom historischen Ort, der Sperrzone in Geisa, werde die Schau die historische Entwicklung der innerdeutschen Grenze auch im weltpolitischen Kontext darstellen.

Jährlich besuchen rund 100 000 Menschen die Gedenkstätte. Point Alpha ist der Name des ehemaligen US-Militärstützpunkts an der innerdeutschen Grenze.

In diesem Jahr, 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, und im nächsten Jahr, dem 25-jährigen Jubiläum der Wiedervereinigung, rechnet Point Alpha mit einem großen Besucheransturm. "Wir werden auch wieder zahlreiche Veranstaltungen anbieten", sagte Bausch.