Stefan Meyer erhält Kulturpreis – Musik ist größte Leidenschaft

21. Mai 2014
Hünfeld

Nicht nur auf der Bühne, sondern vor allem auch hinter den musikalischen Kulissen zeigt Stefan Meyer (50) aus Mackenzell seit vielen Jahren Einsatz – ob bei der Tonica, den Colorados oder als Initiator zahlreicher musikalischer Projekte. Für sein Engagement wurde ihm gestern Abend der Kulturpreis der Stadt Hünfeld verliehen.

Es ist eine bronzene Gaalbern, die alle drei Jahre für außergewöhnliche Leistungen im Bereich der Kultur verliehen wird. Eine Theatermaske ist in den Preis graviert – der Stiel der Birne hat die Form einer Trompete. Musik ist schließlich eine wichtige Komponente von Kultur. Um diese hat sich der Mackenzeller Stefan Meyer besonders verdient gemacht.

„Mit großer Freude musizieren Sie nicht nur selbst, sondern haben dafür gearbeitet, dass der musikalische Nachwuchs im Hünfelder Land gut ausgebildet wird und Foren bekommt, um seine Leistungen vorzustellen“, sagte Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU) bei seiner Begrüßungsrede im Hünfelder Rathaus. Diese galt vor allem auch Meyers Kindern Carolin und Jan-Philipp sowie Ehefrau Monika. „Musik ist für die Meyers in Mackenzell nämlich ein richtiges Familienunternehmen“, stellte Stadträtin Martina Sauerbier (CDU) fest, die als Vorsitzende der Kulturkommission der Stadt Hünfeld die Laudatio hielt.

Dieses „Familienunternehmen“ scheint eine lange Tradition zu haben. Denn auch der Vater des Geehrten, Otto Meyer, ist begeisterter Musiker. Mit Ehefrau Gertrud war er ebenfalls bei der feierlichen Ehrung anwesend. „Die Liebe zur Musik wurde Ihnen wohl bereits in die Wiege gelegt“, erklärte Schwenk an Stefan Meyer gewandt. Und tatsächlich ist der 50-Jährige seit 1975 Mitglied der Tonica, spielte 33 Jahre lang bei den Colorados und zog insbesondere auch hinter den Kulissen die musikalischen Fäden – etwa beim Jugendmusiknetzwerk Hessisches Kegelspiel, das er neben vielen weiteren Projekten mitbegründet hat. „Die gute Ausbildung der jungen Musiker in den Orchestern unserer Region ist Zeugnis für den Erfolg dieser Arbeit“, sagte Martina Sauerbier. „Ihr Beruf hat Sie nie abgehalten, Proben zu besuchen, Auftritte zu absolvieren und mit anzupacken.“

Von den vielen Lobesworten war Stefan Meyer sichtlich gerührt. Zuvor hatte er gemeinsam mit seinen Kindern ein Stück dargeboten. „Statt einer Rede würde ich gerade lieber noch mal etwas Musikalisches auf die Bühne bringen“, scherzte er und schien ein wenig erleichtert, auch Dank abgeben zu können: an Vorstandsmitglieder der Tonica, seine Ausbilder, musikalische Weggefährten und die Familie – alle waren zahlreich erschienen. Kurzerhand stellte er gemeinsam mit dem Bürgermeister die bronzene Gaalbern mitten in den Saal. „Dieser Preis gehört euch allen“, betonte er und fügte hinzu: „Für mich ist es selbstverständlich, sich zu engagieren, Verantwortung und auch das eine oder andere Amt zu übernehmen.“ Dann folgte ein Versprechen: „Ich bleibe weiter aktiv.“

Zur Person

Stefan Meyer (50) wohnt mit seiner Ehefrau Monika und seinen Kindern Carolin und Jan-Philipp in Mackenzell. Er ist IT-Fachmann und arbeitet in Frankfurt.

Die Musik spielt in seinem Leben eine große Rolle. Die musikalische Grundausbildung erhielt er unter anderem von zwei Mackenzellern: Ludwig Knauf und Anton Quell.

Seit 1975 ist Stefan Meyer aktiver Musiker in der Tonica Mackenzell. Nebenbei spielte er bei den Colorados und engagiert sich für diverse Projekte. Er ist unter anderem Initiator von „Musik erleben“ an der Mackenzeller Grundschule, Mitbegründer des Jugendmusiknetzwerkes Hessisches Kegelspiel und des Jugendkonzerts „Winds, Strings & Voices“. / so