Steinbacher Sunshineladies siegten bereits bei der Dance Attack

Steinbacher Sunshineladies siegten im vergangenen Jahr bei der Dance Attack

24. April 2014
    Steinbach

    Ein Mitglied einer Tanzgruppe zu sein – das zieht in erster Linie Pflichten nach sich. Die Sunshineladies aus Steinbach scheinen diese Meinung nur bedingt zu teilen, denn bei den zwölf jungen Damen im Alter von 20 bis 35 Jahren steht an erster Stelle Spaß auf dem Programm.

    Die Gewinner der Dance Attack 2013 werden es ihren Mitstreitern nicht leicht machen, ihnen die Krone zu entreißen. Denn auch in diesem Jahr haben sie keine Mühen gescheut, ihre aufwendige Choreographie auch weit nach Ende der fünften Jahreszeit mit viel Disziplin zu üben. "Wir stellen an uns selbst den Anspruch, eine Geschichte zu erzählen, mit tollen Kostümen und ausgewählter Musik", erklärt Stephanie Bott.


    Der aktuelle Tanz der Sunshineladies verlangt den Mädels rund neun Minuten volle Konzentration und Durchhaltevermögen ab – da sind regelmäßiges Training und ein gutes Miteinander unverzichtbar. "Ende Juni meldet sich immer ein Mädel und veranlasst uns dazu, uns zu ersten Brainstormings zu treffen", berichten die Damen. Bis zu den ersten Proben im August werden Aufgaben verteilt und Ideen gesammelt: Schrittfolgen, Kostüme, Musik und der rote Faden des Tanzes sollen möglichst den Geschmack jeder einzelnen Tänzerin treffen.


    Die Koordination von Terminen und die Organisation von Kostümen und Sponsoren zählen ebenfalls zu den Dingen, die die Damen ohne übergeordnetes Management bewältigen müssen. "Ohne unsere Sponsoren wäre es uns nicht möglich, so tolle Kostüme beschaffen zu können", sind sich die "Ladies" einig.


    Bis im Januar die Auftritte beginnen, findet zweimal wöchentlich Tanztraining statt und darüber hinaus einmal monatlich ein Probentag mit Videoaufnahmen und anschließender Analyse der eigenen Leistungen. "Anhand der Videos können wir uns selbst verbessern", sagt Stephanie Bott. Das intensive Training ist in Anbetracht der knapp bemessenen Zeit für Tänzerinnen- und Kostümwechsel auf der Bühne enorm wichtig. "Wir haben maximal dreißig Sekunden, um uns umzuziehen, und wenn da nicht jeder Griff sitzt, dann ist etwas nicht zu oder vergessen." Der unangenehmen Vorstellung eines nicht geschlossenen Kleides auf der Bühne beugen die Damen mit dem Üben vom Umkleiden auf Zeit vor. "Wir haben neben dem Bühnenbild grundsätzlich viele Requisiten wie etwa unsere Wäschekörbe, in denen sämtliche Kostüme strikt geordnet liegen", so die Sun-shineladies.


    Die Tänzerinnen sind froh über die Zusammensetzung und den Werdegang der Gruppe. "Im Jahr 2006 riefen die Spielerfrauen des SV Steinbach die Formation ins Leben – heute sind unter dem Mix jüngerer und älterer Tänzerinnen nur noch drei Spielerfrauen."


    Die Sunshineladies, die bis vor vier Jahren noch von Namensgeberin Christiane Oswald, geborene "Sann" trainiert wurden, sehen in dem Altersunterschied einen Vorteil: "Unsere gemeinsamen Auftritte und Ausflüge sind immer schön." Vor jedem Auftritt stellen sie mit ihrem Motivationsruf klar, wofür sie stehen: "S wie Spannung, S wie Spaß und L wie Lust: Sunshineladies!" Vorher setzt niemand einen Fuß auf die Bühne.


    Nach ihren Auftritten bleiben sie oft auf den Veranstaltungen. In diesem Jahr hatten sie die Idee, für den Titel 500 Miles einen schnell erlernbaren Tanz zusammenzubasteln, der fortan an jeder Veranstaltung für regelrechte Flashmobs auf der Bühne sorgte. Der Motivationsruf der Tänzerinnen wird durch einen weiteren Schlachtruf ergänzt. "Eine von uns ruft dann immer: ,Was sind wir?' und die anderen antworten: ,Ein Team!', und das sind wir wirklich!"

    Die Tänzerinnen:

    Stephanie Bott, Stephanie Well, Sarah Klüber, Caroline Zentgraf, Larissa Hettinger, Jessica Hauser, Anne Trapp, Christiane Oswald, Lorena Höfer, Julia Höfer, Janina Lohfink und Veronika Schmitt.