Point-Alpha-Preisträger Juncker: Stehe gerne an einer Grenze, die es nicht mehr gibt

17. Juni 2019
Rasdorf

Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, erhält am Montag den Point-Alpha-Preis. Eigentlich sollte die Verleihung um 15 Uhr beginnen, doch Laudator Wolfgang Schäuble kam erst gegen 15.35 Uhr verspätet an, weil er im Stau stand.

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Der 64 Jahre alte EU-Politiker aus Luxemburg bekommt die Auszeichnung im Rahmen eines Festakts auf dem Gelände der Gedenkstätte Point Alpha in Rasdorf. Die Ehrung ist mit 25.000 Euro verbunden und würdigt Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas.

In seiner Dankesrede sagte er zunächst mit einem Augenzwinkern: „Vielen Dank für das Glas Wasser. Nicht jeder kann mir das Wasser reichen.“ Außerdem fügte er an: „Ich stehe gerne an einer Grenze, die es nicht mehr gibt.“

Juncker bekommt die Auszeichnung, weil er entscheidend zum europäischen Einigungsprozess beigetragen hat, wie das Kuratorium mitteilte.

Zu den bisherigen Trägern des 2005 geschaffenen Preises gehören unter anderem der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl und der Ex-Kreml-Chef Michail Gorbatschow. Im vergangenen Jahr wurde die Auszeichnung nicht verliehen. Zuletzt ging die Ehrung 2017 an den Liedermacher Wolf Biermann.

Mehr zur Point-Alpha-Verleihung lesen Sie in der Dienstagsausgabe, 18. Juni, dieser Zeitung. / dpa