Vom Korn zum Brot – Backfest des Heimat- und Kulturvereins Mackenzell

10. Juli 2019
Mackenzell

Mit vielen Veranstaltungen über das ganze Jahr feiert der Heimat- und Kulturverein Mackenzell sein 50-jähriges Bestehen. Am Wochenende war Backtag.

Von Alexander Haas

Die Aufgaben des Vereins umriss der damalige Bürgermeister Anselm Trapp mit „Pflege des Ortsbildes sowie der heimatlichen Flur und Landschaft, Schaffung von Wanderwegen, Ergänzung und Erweiterung der Ortsgeschichte sowie Koordinierung und Pflege der Jugend-, Kultur- und Vereinsarbeit“.

Diese Vorhaben wurden im Laufe der Zeit umgesetzt und weiterentwickelt, sodass in diesem Jahr das 50-jährige Jubiläum ansteht, das am Wochenende unter dem Motto „Wesst ei noch, bee’s domols woar?“ mit einem historischen Backtag mit Mühlenbesichtigung gefeiert wurde.

Spannende Infos rund ums Brot

Im Fokus standen das Mackenzeller Backhaus und die Kappmühle, die beide zu besichtigen waren. Die zahlreichen Besucher starteten im Bereich der Kappmühle, die von 1946 bis 1994 im Einsatz war. Dort konnten sich die Gäste bei einer Besichtigung über die Arbeit informieren, wobei für die Kinder auf einen Film zurückgegriffen wurde, der den Weg „Vom Korn zum Brot“ zeigte. Auch die technischen Einzelheiten der Anlage wurden vorgeführt.

Im Backhaus wurde deutlich, wie viel Zeit man früher zum Backen aufwenden musste: Um 6.30 Uhr wurde der Backofen mit Reisig angeheizt. Schon am Tag vorher musste der Teig mit Sauerteig vermehrt und geknetet werden, bevor er in der Molle oder im Korb gehen musste. Nach den Worten des Vereinsvorsitzenden Matthias Hohmann wird das Backhaus aktuell nur sporadisch von mehreren Familien genutzt.

Historische Getreideernte und Saftherstellung

Am Rand der Veranstaltung konnten Kinder bei einem Quiz zum Thema „Vom Korn zum Brot“ Preise gewinnen. Mackenzells Ortsvorsteherin Annette Trapp lobte den Heimat- und Kulturverein als „toll engagierten Verein, der den Menschen das Brauchtum näher bringt“. Sie freue sich darüber, dass er dörfliche Tradition aufleben lasse.

Die Veranstaltungsreihe wird am 3. August mit einer historischen Getreideernte und am 8. September mit einer historischen Saft- und Sauerkrautherstellung fortgesetzt.