Vorführung der Bundespolizei: Spektakulärer Löscheinsatz aus der Luft

11. Juli 2019
Hünfeld

Immer wieder werden die Hünfelder Bundespolizisten zu Katastropheneinsätzen gerufen – zuletzt halfen sie beim Löschen des größten Waldbrandes Mecklenburg-Vorpommerns bei Lübtheen. Welche Möglichkeiten der Unterstützung die Bundespolizei hat, erfuhren nun Kreis- und Stadtbrandinspektoren sowie Mitarbeiter des Katastrophenschutzes bei einer spektakulären Vorführung am Molzbacher Berg.

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Von unserem Redaktionsmitglied Sabrina Mehler

Gemeinsam mit der Bundespolizeifliegerstaffel Fuldatal zeigten die Hünfelder Bundespolizisten den Verantwortlichen für den Brandschutz des Landkreises Fulda und der Nachbarlandkreise die Leistungsfähigkeit von Wasserwerfern und Hubschraubern bei der Brandbekämpfung. Das Thema ist schließlich brandaktuell: Bis vor zwei Tagen war die Hünfelder Wasserwerfer-Einheit eine Woche lang in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz, wo sie bei der Bekämpfung des bislang größten Waldbrandes in der Geschichte des Bundeslandes unterstützte. Mehr als 1200 Hektar Wald standen dort in Flammen, Anwohner wurden aus ihren Häusern evakuiert und der Katastrophenfall ausgerufen. Bei dem Einsatz hatten allein die Bundespolizeihubschrauber und die bis zu sieben eingesetzten Wasserwerfer der Bundespolizei mehr als 4,4 Millionen Liter Wasser abgegeben. Die Hünfelder Werfer bekämpften mit mehr als 700.000 Litern Wasser die Feuer- und Glutnester.

Bundespolizisten präsentieren Wasserwerfer

Am Donnerstagnachmittag zeigten die Beamten nun die Vorteile der Wasserwerfer. Denn diese geben große Mengen Wasser ab: 10.000 Liter je Wasserwerfer. Bei einem Druck von bis zu 20 Bar wird das Wasser bis zu 65 Meter weit geschleudert, berichtete Torsten Gerbig, der Hundertschaftsführer der Technischen Einsatzhundertschaft. Geländegängig sind die Fahrzeuge ebenfalls – das sei durchaus von Vorteil auf dem alten Truppenübungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern gewesen, weil in dem stark munitionsbelasteten Gebiet nur die vorhandenen Wege benutzt werden konnten.

Hubschrauber wirft Wasser aus dem Haselsee ab

Die Mitglieder des Katastrophenschutzes, darunter etwa Kreisbrandinspektor Adrian Vogler sowie der Hünfelder Wehrführer David Hasenauer, beobachteten aber auch ganz genau die Rettung aus der Luft. Die Hünfelder Bundespolizei hatte nämlich die Bundespolizeifliegerstaffel aus Feldatal gebeten, ebenfalls zu kommen. Die Flieger präsentierten eine sogenannte Bambi-Bucket, einen an einem Lasthaken baumelnden faltbaren Wasserbehälter. Diesen befüllten die Bundespolizisten am nahen Hünfelder Haselsee und warfen das Wasser über dem fiktiven Brandherd auf dem Platz der Bundespolizeiabteilung ab. Und auch ein neuartiger Abrollcontainer „Waldbrand“ des Landes Hessen wurde vom Zentrallager Katastrophenschutz vorgestellt.