Zwei Zugaben mussten es schon sein

02. Dezember 2019
hünfeld

Ein krönender Abschluss des 60-jährigen Jubiläums der Bundespolizei in Hünfeld war das Benefizkonzert in der Stadthalle Kolpinghaus Hünfeld. Schon zum 56. Mal erfreute das Bundespolizeiorchester Hannover die Hünfelder.

Von Winfried Möller

Etwa 560 Personen füllten die Stadthalle schon einige Zeit vor dem Konzert zu Gunsten der Aktion Seniorenhilfe und der Jugendförderung in Hünfeld. Die Eintrittskarten an der Abendkasse seien auf Grund der großen Nachfrage im Vorverkauf rar gewesen, so Polizeihauptkommissar Jürgen Bohl, Leiter Sachgebiet Lage und Öffentlichkeitsarbeit.

Durch den bunten Melodienstrauß aus konzertanten Werken, Filmmusik, Medleys und Operettenmelodien wurden die Erwartungen der Gäste, wie auch schon in den Jahren zuvor, mehr als erfüllt. Mit Tabea Grün aus Burghaun, ausgebildet in Tanz, Gesang und Schauspiel an der Stage School Hamburg, trat zudem eine heimische Künstlerin auf. Schon bei „Fridericus-Rex-Grenadiermarsch stockte einem nicht nur beim Zuhören, sondern auch beim Zuschauen der Atem. Mit vollem Körpereinsatz und äußerst konzentrierter Angabe der instrumentalen Einsätze leitete Anna-Sophie Brüning die 45 Berufsmusiker des Bundespolizeiorchesters. Die studierte Violinistin, Pianistin, Konzertmeisterin und Dirigentin mit Ausbildung in Hannover, Freiburg und Chicago ist die erste Dirigentin des Orchesters.

Schwungvoll durchs Programm

Damit das Publikum auch auf die einzelnen Musikstücke ordentlich eingestimmt wurde, beschrieb Dirk Hillebold die Werke und garnierte seine Moderation mit witzigen Beiträgen, die nicht nur Wissen und Erwartungshaltung förderten, sondern auch Lacher auslösten. Wie begonnen, so ging es schwungvoll weiter mit dem Konzertwalzer „Rosen aus dem Süden“ von Johann Strauss (Arr. Fritz Weingärtner), gefolgt von Melodien aus „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“ (Arr. Hans-Joachim Rhinow). Ein wahrer Ohrenschmaus und eines der Highlights war das Oboensolo von Ayaka Kunieda im Stück „Kazabue“, auf Deutsch Windflöte, von Michiru Ohsima (Arr. Matthias Wegele). Nach dem 80-er Jahre Medley ging es mit Bildern vom Jubiläum der Bundespolizei Hünfeld bei „Wind Of Change“ von den Skorpions, arrangiert von dem Dirigenten des Bundespolizeiorchesters, Matthias Höfert in die Pause.

Tabea Grün mit brillanter Stimme

Im weiteren Programm folgte „Elisabeth“ als Musical-Medley und „As Time Goes By“ mit einem Euphonium-Solo von Daniel Steppeler. Der Musiker begeisterte so sehr, dass er nach einer atemberaubend schnellen Passage spontanen Beifall erhielt.

Mit Spannung hatte man auf den Autritt von Tabea Grün, 31, gewartet. Mit brillanter, ausdrucksstarker Stimme begeisterte sie die Zuhörerschaft mit „Thank you for the music“ von ABBA, gesungen mit deutschem Text und „Dir gehört mein Herz“ von Phil Collins, beide Stücke arrangiert von Matthias Höfert.

Zwei Zugaben

Bei „Panik“ wurde der Saal mit einem Melodienreigen des Panikorchesters von Udo Lindenberg durch das Bundespolizeiorchester in Beschlag genommen. Die Begeisterung über das herausragende Konzert war so groß, dass der Beifallsturm mit „Stars And Stripes for Christmas und dem „Radetzky-Marsch“ gleich zwei Zugaben forderte.

Gemeinschaft zwischen Bevölkerung und Bundespolizei auf festem Fundament

Die Begrüßung der Zuhörerschaft hatte Polizeidirektor Werner Friedrich übernommen. Er stellte nicht nur die Akteure vor, sondern resümierte, dass die Bundespolizei, als auch die Hünfelder Bevölkerung das 60-jährige Jubiläum gebührend gefeiert hätten.

Es sei erneut deutlich geworden, dass das Gemeinschaftsgefühl zwischen der Bevölkerung und der Bundespolizei auf einem festen Fundament stehe. Das hätten auch die 11 000 Besucher beim Tag der offenen Tür bestätigt. Sein Dank galt den vielen fleißigen, helfenden Händen, namentlich Angelika Bittner-Schwenk und Markus Flügel. Die Verbundenheit betonte auch Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU) in seinem Grußwort. Er ging auf die veränderten Aufgaben der Bundespolizei ein und dankte für den Einsatz für die Sicherheit. Nach Einsätzen wünschte er ein gutes Heimkommen in den Standort. An die Dirigentin, Sängerin und den Moderator überreichte er Präsente.

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