Zweite Amtszeit für Stefan Schwenk: CDU-Stadtverband empfiehlt Nominierung

17. April 2019
Hünfeld

Stefan Schwenk steht für eine zweite Amtszeit bereit: Die Hünfelder CDU hat sich gestern dafür ausgesprochen, dass der 58-Jährige weiterhin Bürgermeister in Hünfeld bleibt. Schwenk soll während des Parteitags am 22. Mai offiziell als Kandidat nominiert werden.

Der CDU-Vorstand habe Schwenk als einen „leistungsbereiten, weitsichtigen und dynamischen Bürgermeister“ erlebt, der die Stadt in den zurückliegenden fünf Jahren seiner Amtszeit entscheidend vorangebracht habe, erläutert CDU-Vorsitzender Benjamin Tschesnok in einer Pressemitteilung die Entscheidung des Vorstands, eine Nominierung des amtierenden Bürgermeisters zu empfehlen. Vollzogen werden soll sie von den CDU-Delegierten während eines Parteitags im Mai.

In dem Presseschreiben zählt Tschesnok zahlreiche Gründe auf, was für eine erneute Kandidatur spricht. So habe sich Schwenk vor fünf Jahren schnell in seine neue Aufgabe eingearbeitet und seit dieser Zeit ein hohes Tempo in der Stadtentwicklung vorgelegt. Trotz der vielfältigen Aufgaben und Belastungen sei er aber auch stets offen für das direkte Gespräch mit den Bürgern.

Er führe, ohne zu polarisieren, sondern vielmehr durch seine ausgeprägte Fähigkeit, Menschen zu gewinnen, zu überzeugen und mitzunehmen, betont der Stadtverbandsvorsitzende. Damit habe sich Schwenk viel Respekt und Wertschätzung über Parteigrenzen, aber auch über die Grenzen der Stadt und der Region hinaus erworben. Die CDU sei sicher, mit ihm den richtigen Mann an der Spitze zu haben, um auch die kommenden sechs Jahre in Hünfeld erfolgreich gestalten zu können.

Schwenk gelange es „manch harte Nuss erfolgreich zu knacken“

Tschesnok erinnert an mehrere Projekte, die in Schwenks erster Amtsperiode umgesetzt wurden. Dabei sei es ihm gelungen, „manch harte Nuss erfolgreich zu knacken“. Es seien vier neue Kindergartengruppen geschaffen und der Neubau von zwei Kindergärten auf den Weg gebracht worden, und er habe mit der neuen Stadtbibliothek „ein Schmuckstück für die Stadt“ gebaut. Er habe „den Mut besessen“, das Hünfelder Rathaus von Grund auf zu modernisieren, und es zeichne sich ab, dass ihm auch im Bereich der Gewerbeansiedlung und Schaffung neuer Arbeitsplätze in nächster Zeit viel gelingen werde.

Der Rathauschef habe die Bürger bei Straßenbeiträgen und Grundsteuern deutlich entlastet, und dennoch sei es ihm gelungen, den „hervorragenden Zustand der Finanzen der Stadt“ zu erhalten. Er kümmere sich um präventiven Schutz der Haus- und Grundstückseigentümer vor den Folgen des zunehmenden Starkregens, die Vereine hätten in ihm einen verlässlichen Ansprechpartner, und er habe bereits erste wesentliche und zukunftsweisende Schritte unternommen, die Stadtverwaltung zu modernisieren und auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.

Wiederwahl: für Schwenk eine „Frage der Ehre“

Schwenk betont auf Nachfrage, er habe sich die Entscheidung gründlich überlegt – denn nach einer weiteren Amtszeit werde er 66 Jahre alt. „Aber es gibt doch so manches, das ich angeschoben habe und dann auch abschließen will – wenn die Hünfelder mich wieder wählen.“ Das sei auch eine „Frage der Ehre“. Er hoffe, dass es auch ein oder zwei Mitbewerber gebe.

Dass die CDU Schwenk erneut nominieren möchte, ist keine allzu große Überraschung bei den anderen in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien.

„Diese Entscheidung war absehbar“, kommentiert SPD-Stadtverbandsvorsitzender Peter Helm, den die Redaktion im Urlaub erreichte. Die SPD werde für die Wahl wohl keinen Kandidaten stellen, so Helm: „Wir haben da kein Eisen im Feuer.“

Auch Hermann Quell, Vorsitzender der Hünfelder CWE, ist nicht überrascht über die Absichten der CDU. Die Wählereinheit selbst habe sich noch keine Gedanken über einen eigenen Kandidaten gemacht: „Die Wahl ist voraussichtlich im November, das ist noch weit weg.“ Ende April findet allerdings die Mitgliederversammlung der CWE statt, „dann werden wir das Thema mit den Mitgliedern besprechen“. In aller Ruhe soll ausgelotet werden, „ob ein geeigneter Kandidat da ist“, so Quell. Möglicherweise wolle sich die CWE auch mit den anderen Parteien über deren Vorhaben unterhalten.

„Aus unserer Sicht gibt es keinen Grund, aus dem man einen anderen Bürgermeister nominieren müsste oder sollte“, sagt FDP-Vorsitzender Dieter Steinacker. „Stefan Schwenk passt gut in die Hünfelder Politik, und ich glaube nicht, dass wir bei ihm ein Haar in der Suppe finden können.“ / sam/zi