Auskreisung Hanaus als Chance zur Stärkung der Region

12. Oktober 2018
Main-Kinzig-Kreis

Die Chancen, die aus der angestrebten Auskreisung Hanaus aus dem Main-Kinzig-Kreis für die Städte und Gemeinden im westlichen Teil des Kreises entstehen, will die Kreisspitze mit Landrat Thorsten Stolz, der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler und dem Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann gezielt nutzen, um die Region zu stärken. Konkret geht es um die Ansiedlung von Verwaltungsbereichen des Landkreises, die sich derzeit noch in Hanau befinden.

„Das ist auch eine Chance für die insgesamt zwölf Städte und Gemeinden, Teile der Kreisverwaltung sowie damit verbundene Arbeits- und Ausbildungsplätze in ihre Kommunen zu holen“, macht Landrat Thorsten Stolz deutlich. Vor diesem Hintergrund wird der Main-Kinzig-Kreis auch eine qualifizierte Abfrage durchführen, damit die Städte und Gemeinden Vorschläge für die Ansiedlung in ihren Kommunen einreichen können.

„Wir machen uns bereits frühzeitig auf die Reise, da insbesondere im westlichen Teil des Main-Kinzig-Kreises geeignete freie Flächen oder Bestandsimmobilien nicht einfach zu finden sind“, erläutert Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann, in dessen Verantwortungsbereich auch die Liegenschaften des Main-Kinzig-Kreises fallen.

Wie bereits angekündigt, beabsichtigt der Main-Kinzig-Kreis die derzeitigen Hanauer Außenstellen an neuen zentralen Orten im westlichen Kreisgebiet anzusiedeln und zusammenzuführen. „Mit den Bestrebungen der Stadt Hanau, alle Aufgaben künftig in eigener Verantwortung zu übernehmen, machen unsere Standorte im Sinne der Bürgernähe dort keinen Sinn mehr“, erklärt Landrat Thorsten Stolz. Zudem hätten die ersten Städte und Gemeinden konkrete Optionen formuliert. „In den zurückliegenden Wochen haben bereits erste Bürgermeister bei uns angeklopft und ihr Interesse angemeldet. Wir wollen aber allen eine Chance geben, um entsprechende Vorschläge für freie Grundstücke oder Bestandsimmobilien zu machen“, führen Thorsten Stolz, Susanne Simmer und Winfried Ottmann aus.

In einem Schreiben an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der zwölf Kommunen im westlichen Kreisgebiet hat die Kreisspitze diese möglichen Neuansiedlungen bereits thematisiert und um entsprechende Vorschläge gebeten. Betroffenen sind unter anderem die Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) mit ihren Büros und Werkstätten, das Kommunale Center für Arbeit (KCA), die Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) sowie das Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe (ZKJF).

Auch die bisher in Hanau angesiedelten Teile der Zulassungsstelle und Führerscheinstelle werden entsprechend der künftigen rechtlichen Vorgaben an einem geeigneten Standort neu aufgestellt. „Wir müssen uns in diesem Prozess frühzeitig aktiv auf die Veränderungen vorbereiten, um sinnvolle Lösungen als attraktiver Dienstleister für unsere Bürgerinnen und Bürger zu finden“, so die Kreisspitze.

Die notwendigen Verlagerungen seien für die Kreisspitze eine Chance zur Stärkung der fünf Städte und sieben Gemeinden mit ihren rund 156.000 Einwohnern im westlichen Main-Kinzig-Kreis. Vor diesem Hintergrund werden mögliche Standorte im kommenden Jahr geprüft und bewertet. Insgesamt gehe es darum, die Neuordnung im positiven Sinne für eine Weiterentwicklung der bisherigen Strukturen zu nutzen. „Wir hoffen auf eine rege Beteiligung durch die Kommunen und freuen uns auf Vorschläge in gut erreichbarer Lage im Kreisgebiet“, erklären Thorsten Stolz, Susanne Simmer und Winfried Ottmann abschließend.

Was die Bürgermeister dazu sagen, lesen Sie in der morgigen Ausgabe der Kinzigtal Nachrichten und im E-Paper.