Behörde fordert wegen Trockenheit: Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen vermeiden

09. Juli 2019
Main-Kinzig-Kreis

Die untere Wasserbehörde des Main-Kinzig-Kreises fordert dazu auf, unnötige Wasserentnahmen aus Bächen und Flüssen zu vermeiden. Aufgrund der aktuellen Trockenheit führen viele Fließgewässer nur wenig Wasser.

Die anhaltende Trockenheit ist auch an den Flüssen und Bächen im Main-Kinzig-Kreis deutlich zu sehen. Wie die Untere Wasserbehörde mitteilt, liegen derzeit alle Pegel unter dem mittleren Niedrigwasser. Aufgrund der weiterhin fehlenden Niederschläge werde sich die Situation voraussichtlich weiter zuspitzen.

Daher weist die Behörde daraufhin, dass unnötige Wasserentnahmen unbedingt zu vermeiden sind. Jede zusätzliche Belastung der Fließgewässer, insbesondere durch Wasserentnahmen, führe zu einer Beeinträchtigung des Ökosystems. Es besteht die Gefahr, dass die Flora und Fauna nachhaltig gestört wird.

Bereit 2018 massive Probleme

Bereits im vergangenen Jahr gab es zur gleichen Zeit eine ähnliche Situation. Für die Ökosysteme an Flüssen, Bächen, Teichen und Seen bedeutet diese wiederholte Wasserknappheit verbunden mit hohen Temperaturen ein besonderes Risiko. Vor allem der sinkende Sauerstoffgehalt kann zu einem großen Problem werden.

Wer Wasser aus Flüssen und Bächen zum Bewässern des Gartens pumpt, sollte zudem beachten, dass dies nur mit einer wasserrechtlichen Erlaubnis zulässig ist. Die Inhaber einer Erlaubnis sollten überprüfen, ob die Auflagen zum Mindestwasserabfluss eingehalten werden. Auch der erlaubnisfreie Anliegergebrauch stößt bei der derzeitigen schwachen Wasserführung an seine zulässige Grenze. / mbl

Trockenheit: Vogelsbergkreis verbietet Wasserentnahme - zwei Monate früher als 2018

Wegen der anhaltenden Trockenheit hat der Vogelsbergkreis ein Verbot für die Wasserentnahme aus Bächen, Seen und Flüssen verhängt. „Wir wollen damit unsere Tier- und Pflanzenwelt in den Gewässern vor Schaden bewahren", sagte Landrat Manfred Görig (SPD) laut einer Mitteilung vom Samstag.