Bildergalerie: Kompanie Artodance tanzt zum LandArt-Festival in der Natur

12. August 2019
Hutten

Langsam neigt sich das siebte LandArt-Festival, das unter dem Titel „Zwischenräume“ steht, am Heiligenborn dem Ende zu. Zwei Wochen vor Schluss inszenierte die Choreografin Monica Opsahl einen Glanzpunkt mit einem Tanzwochenende in der Natur.

Von Hanswerner Kruse

„Wenn ich sagen könnte, was es bedeutet, müsste ich es nicht tanzen“, sagte einst Isadora Duncan, eine der Pionierinnen des modernen Tanzes. Das kann man auch umkehren – wenn der „unwägbare Rest“ eines Kunstwerks nicht zu verbalisieren ist, dann kann man ihn tanzen. Folglich lockte Opsahls Tanzkompanie Artodance den nicht sagbaren, poetischen Kern vieler Werke auf dem Kunstpfad durch ihre Choreografien hervor.

Am Sonntag präsentierte die Gruppe nach einer weiteren Tanzführung noch einmal das Eröffnungsstück des diesjährigen Festivals „In Between“. Wer einmal am Heiligenborn gewandert ist, kennt die Magie dieses Ortes zwischen scheinbar unberührter Wildnis und dem Übergang zur Zivilisation. In dem „Dazwischen“, entlang dieser Grenze, bewegte sich Artodance: Unter den Gästen im Biergarten, vor der Kinderwiese oder auf dem Weg zum Restaurant ertanzte und eroberte sich die Compagnie ihre „Zwischenräume“.

Die gezeigten Choreografien von Opsahl sind Collagen aus assoziativen Ideen zu den Kunstobjekten oder Themen: Kontakt, Begegnung und Trennung. Kurz angetanzte Geschichten. Vervielfachte und sich verändernde Bewegungen mit akrobatischen Figuren. Alltagsklischees erscheinen und werden sogleich wieder gebrochen. Bedrohliches wird mit Zartheit konfrontiert.

Auch die Tänze lassen sich kaum erklären, sie verwahren ihren poetischen Kern. Den können Besucher erspüren. Und er verführt immer wieder zu eigenen Interpretationen.