Chronik: Über zwei Jahre vergingen von der grausamen Tat bis zum Urteil im Revisions-Prozess

06. Dezember 2018
Schlüchtern/Hanau

Die Tat am 7. Oktober 2016 in der Obertorstraße in Schlüchtern erinnert an einen Horrorfilm. Einem jungen Mann wird in den Hals gestochen und grausam das Gesicht verstümmelt. Wir zeigen Ihnen eine Chronik von der Tat bis zum Urteil im Revisions-Prozess am 6. Dezember 2018.

„Eine der schrecklichsten Taten": Angeklagter im „Augenstecher-Prozess" muss zwei Jahre länger in Haft

Ein wenig überraschend ist am Donnerstagmittag im Revisions-Prozess gegen den sogenannten Augenstecher von Schlüchtern ein Urteil verkündet worden: Der junge Mann aus Eritrea soll für 12 Jahre ins Gefängnis. Aber nicht wegen versuchten Totschlags, sondern wegen schwerer Körperverletzung, verkündete die Erste Schwurgerichtskammer des Landgerichtes in Hanau.

Motiv nach wie vor unklar: Im „Augenstecher"-Prozess geht es nicht voran

Auch der vierte Verhandlungstag am Dienstag brachte keine wirkliche Klarheit in die Motivlage des 26-jährigen Eritreers, der einen 18-jährigen Somalier in seiner Schlüchterner Wohnung fast umgebracht, ihm die Augenlider abgeschnitten und die Ohren fast abgebissen hatte.

Erster Prozesstag: Anklageschrift zum „Augenstecher-Prozess" verlesen

Erneut steht ein mindestens 26 Jahre alter Angeklagter aus Eritrea vor Gericht. Der Mann muss sich wegen versuchten Mordes und Messerstiche in Hals und Augen eines zur Tatzeit 18 Jahre alten Somaliers in einem Haus in Schlüchtern vor dem Landgericht Hanau verantworten. Am ersten Prozesstag am Montag wurde die Anklageschrift verlesen und das weitere Vorgehen besprochen.

Opfer will in Prozess um Gesichtsverstümmelung aussagen

Im Revisionsprozess um eine Gesichtsverstümmelung will sich das Opfer erstmals zu Wort melden. Beim Auftakt der Wiederaufnahme hatte der 20-jährige Flüchtling aus Somalia zu Monatsbeginn angekündigt, am heutigen Montag als Zeuge aussagen zu wollen.

Revision: „Augenstecher-Prozess" muss neu aufgerollt werden

Vor elf Monaten war der wohl 26 Jahre alte Dawit W. aus Eritrea von der 2. Großen Jugendstrafkammer in Hanau dafür verurteilt worden, dass er am 7. Oktober 2016 in einem Wohnblock an der Schlüchterner Obertorstraße einen damals 18-jährigen Somalier in den Hals gestochen und sein Opfer danach grausam verstümmelt hat.

„Augenstecher-Prozess": Beide Seiten legen Revision ein

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Pflichtverteidiger des Angeklagten, der Hanauer Rechtsanwalt Ulrich Will, haben Revision im „Augenstecher-Prozess" eingelegt. Das erklärte der Pressesprecher des Landgerichts Hanau, Andreas Weiß, gestern auf Anfrage der KN.

Prozess um Gesichtsverstümmelung: Angeklagter muss knapp zehn Jahre in Haft

Die Tat erinnert an einen Horrorfilm. Einem jungen Mann wird in den Hals gestochen und grausam das Gesicht verstümmelt. Heute wurde deswegen ein früherer Freund des Opfers zu einer Gefängnisstrafe von knapp zehn Jahren verurteilt.

Verstümmelung nach PlayStation-Pleiten: Angeklagter viel älter als angegeben

Der Angeklagte im Augenstecher-Prozess ist laut Altersgutachten mindestens 26 Jahre alt. Das schließt eine Rechtsmedizinerin aus Röntgenuntersuchungen des Schlüsselbeins und einem Zahnbefund. Er selbst hatte behauptet 20 Jahre alt zu sein.

Opfer berichtet von Gewaltexzess und Drohung: „Ich will dich umbringen"

Die Tat erinnert an einen Horrorfilm. Im Streit zwischen zwei Flüchtlingen soll einer dem anderen mit einem Messer in den Hals gestochen haben. Dann soll der mutmaßliche Täter sein Gesicht grausam verschandelt haben. Nun sagt das Opfer erstmals im Prozess aus.

Nächste Dolmetscher-Panne im Prozess wegen Gesichtsverstümmelung

Der fünfte Tag im Augenstecher-Prozess vor dem Hanau Landgericht ist nach nicht einmal einer Stunde ergebnislos zu Ende gegangen. Der Grund? Ein Übersetzer für die tigrinische Sprache war nicht erschienen. Heute könnten die Plädoyers gehalten werden.

Augenärztin: Als Tatwerkzeug kommt das Käsemesser in Betracht

Die Frage wie alt der Angeklagte im Augenstecherprozess wirklich ist - 20 oder 24 Jahre -, bleibt weiterhin offen. Unklar ist zudem wie stark das Augenlicht des Opfers bei der Attacke im Oktober 2016 wirklich beschädigt wurde.

Kannibalismus und Flucht in die Schweiz: Neue Wendungen im Fall um brutale Gesichtsverstümmelung

Der Fall einer grausamen Gesichtsverstümmelung nimmt bizarre Züge an. Ein Polizeibeamter erhärtet mit seiner Aussage im Prozess um versuchten Mordes den Verdacht auf Kannibalismus. Ein heute 20-Jähriger hatte einen befreundeten Flüchtling in der Schlüchterner Obertorstraße brutal entstellt.

Augenstecher-Prozess startet holprig: Täter schweigt, Opfer ist verschwunden

Holpriger Start im Augenstecher-Prozess in Hanau: Nicht nur wegen sprachlicher Barrieren droht das Verfahren gegen den 20-Jährigen Eritreer zu einer zähen Angelegenheit zu werden. Das Opfer ist derweil verschwunden.

„Fast animalisch": Experten analysieren brutale Gesichtsverstümmelung

Ein Streit um Geld unter zwei Flüchtlingen artet zu einem unfassbaren Gewaltexzess aus. Der Täter entstellt das Gesicht seines Opfers mit seinen Zähnen, mit Messern und einem Kugelschreiber. Es überlebt, aber erblindet. Ein Kriminalpsychologe vermutet, dass es um mehr als Geld ging.

Ermittler rätseln über Motiv für Gesichtsverstümmelung

Schlüchtern (dpa/lhe) - Nach der Gesichtsverstümmelung an einem jungen Mann rätseln die Ermittler weiter über das Motiv für die Bluttat in Schlüchtern. Derzeit laufen noch die Spurenauswertungen und Zeugenbefragungen, wie Oberstaatsanwalt Jürgen Heinze am Donnerstag sagte. Der festgenommene mutmaßliche Täter sitzt in U-Haft und schweigt zu dem horrorfilm-trächtigen Vorfall.

Grausame Details: Opfer fehlen Teile von Ohren und Augenlidern

Nach einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern am Freitag in Schlüchtern sind grausame Details ans Licht gekommen. Als das Opfer, ein 18-Jähriger, ins Krankenhaus kam, fehlten ihm Teile seiner Ohren und Augenlider. Ob der Täter sie abgeschnitten oder abgebissen hat, steht nicht fest.

Gabel in den Hals gerammt? Streit zweier Männer in Schlüchtern eskaliert

Nach einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei jungen Männern am Freitagabend in Schlüchtern ermittelt die Kriminalpolizei in Gelnhausen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.