Das Kuki wird geradezu mit Lob überschüttet: 1300 Besucher nehmen an Umfrage teil

02. März 2018
Schlüchtern

Das Kuki genießt bei seinen Fans ein hohes Ansehen. Das lässt sich einer Online-Befragung entnehmen, an der fast 1300 Menschen teilgenommen haben. Über 90 Prozent urteilen, dass das Kulturangebot des Kuki „wesentlich zur Lebensqualität im Bergwinkel beiträgt“. Fast ebenso viele plädieren dafür, dass die Stadt künftig das Angebot an Film, Musik und Kabarett wesentlich mitfinanziert.

Vier Wochen war die Umfrage online erreichbar und so eingestellt, dass die insgesamt 19 Fragen von jedem PC aus nur einmal beantwortet werden konnten. Dies sollte verfälschende Mehrfachbeantwortungen verhindern. Im Durchschnitt sind die Teilnehmer 49 Jahre alt, überwiegend (64 Prozent) weiblich, und sie leben zu 57 Prozent in Schlüchtern und seinen Stadtteilen. 69 Prozent der Antwortenden besuchen das Kuki ab und zu, 30 Prozent regelmäßig. 60 Prozent halten dieses Angebot für sehr wichtig oder wichtig (37 Prozent).

Das Kuki wird geradezu mit Lob überschüttet: 1300 Besucher nehmen an Umfrage teil

Alle Befragten hatten auch die Möglichkeit zu erklären, ob und warum ein Besuch im Kuki etwas besonderes ist. Viele lobten die gemütliche Atmosphäre, die kurzen Wege, den Kontakt zu anderen Besuchern, die Programmauswahl jenseits des Mainstreams und dass das Kuki „ein für den ländlichen Raum überdurchschnittliches kulturelles Angebot“ offeriert. Fast jeder Antwortende äußert sich zu der Frage. Und die weit überwiegende Mehrzahl überschüttet das Kuki geradezu mit Lob.

Das Kuki wird geradezu mit Lob überschüttet: 1300 Besucher nehmen an Umfrage teil

Ganz hoch im Kurs stehen bei den Befragten die Kinofilme (91 Prozent), Kabarett/Comedy (55 Prozent) sowie Rock- und Popkonzerte (31 Prozent). Die wenigsten (6,6 Prozent) interessieren sich für Tanz/Ballett und Performances.

Fast alle Befragten (98 Prozent) halten die Kuki-Veranstaltungen für abwechslungsreich...

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...und die Anzahl für „angenehm“ (89 Prozent).

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Knapp neun Prozent hätten gerne ein größeres Angebot. Dass sich vor allem Fans des Kuki und der Kultur allgemein von der Umfrage angesprochen gefühlt haben, lässt sich auf die hohe Zustimmung zu der Aussage ableiten, das Kulturangebot des Kuki trage „wesentlich zur Lebensqualität im Bergwinkel bei“.

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Und 68 Prozent finden, die Stadt Schlüchtern sollte in ihrem Haushalt mehr als die 2,4 Prozent für Kulturausgaben ansetzen, die in Deutschland im Durchschnitt aller Kommunen dafür ausgegeben werden.

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Ebenfalls eine satte Mehrheit – über 68 Prozent – plädieren dafür, „das Kulturangebot des Kuki eng mit dem der Stadt“ zu vernetzen.

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Bei der Frage nach der künftigen Finanzierung des Kuki-Kulturbetriebs fallen die Antworten unterschiedlich aus: Über 85 Prozent plädieren dafür, dass die Stadt dafür qualifizierte Fachkräfte einstellt und bezahlt. 44 Prozent sind der Meinung, dass privates Sponsoring die Finanzierung mitsichern soll. Knapp 19 Prozent sprechen sich zu diesem Zweck für höhere Eintrittspreise aus, und rund viereinhalb Prozent erklären sich sogar dazu bereit, selbst mitzuarbeiten.

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Dass das Kuki nicht mehr die Synagoge nutzen kann, das bedauern nach wie vor sehr viele – obwohl der Fragebogen den früheren Standort gar nicht selbst thematisiert. So heißt es in den Antworten beispielsweise „die Synagoge war einmalig“, „sie fehlt mir“, „das Kuki sollte wieder in die Synagoge gehen“, „die Synagoge hatte mehr Atmosphäre“ oder „die Synagoge war eines der schönsten Kinos der Welt“.

Das Kuki ist sehr dankbar dafür, seit ein paar Jahren in der Winterzeit das evangelische Gemeindehaus nutzen zu können. Aber auch die Befragten sehen, dass diese Räume nicht optimal sind, sondern viele bezeichnen sie lediglich als angemessen, ausreichend, ausbaufähig oder verbesserungswürdig. Hinzu kommt, dass das Kuki davon ausgeht, das Gemeindehaus bis zum Ende des Jahres eventuell nicht mehr im notwendigen Maße nutzen zu können, einfach, weil es anderweitig benötigt wird. Und das rote Zirkuszelt ist zwar atmosphärisch eine Wucht, aber ebenfalls keine Dauerlösung. Insofern steht das Kuki einerseits bei seinen Fans zwar hoch im Kurs, sieht sich andererseits aber großen Herausforderungen und Problemen gegenüber. / ag