Debatte um Schleifrashof als Versammlungsstätte

/ Studie

19. März 2014
bad soden-salmünster

Die Stadthalle ist geschlossen, und es wird Ersatz für die bisherige Vereins- und Jugendnutzung gesucht. Bei der Suche kam nun auch der Schleifrashof ins Gespräch, und die Stadtverordneten sprachen sich einstimmig für eine vorplanerische Studie aus.

Die Stadtverordneten beschlossen am Montagabend, einer vorplanerischen Studie für die zukünftige Nutzung des Schleifrashofes als Vereins- und Jugendzentrum zuzustimmen. Diese Studie soll von einem in denkmalpflegerischen Belangen erfahrenen Fachbüro unter Einbeziehung des Landesamtes für Denkmalpflege erstellt werden.

Schon im Haupt- und Finanzausschuss kündigte SPD-Fraktionschef Dr. Frank Kleespies einen Änderungsantrag zur Beschlussvorlage an, der die Einbeziehung der Vereine und Gruppen, des Ortsbeirates und des Kinder- und Jugendbeirats beinhaltete. Gemeinsam mit dem Wunsch der CDU, auch die Anlieger der umliegenden Gebäude zu beteiligen, wurde es ein gemeinsamer Antrag des Hauptausschusses, der im Parlament beschlossen wurde. Der Schleifrashof sei während der Altstadtsanierung für etwa zwei Millionen D-Mark ausschließlich für Gemeinbedarfszwecke hergerichtet worden und werde heute nur wenig dafür genutzt, erläuterte Bürgermeister Lothar Büttner (parteilos). Die vorgelegte Objektbeschreibung zeigt, dass auf vier Ebenen mehrere Räume und auch Sanitärräume zur Verfügung stehen. Die Stadtverwaltung hat insgesamt 498 Quadratmeter nutzbare Fläche ermittelt.

Ein Manko ist, dass die Wendeltreppe nicht für jeden leicht zu erklimmen ist. Also ist eine behinderten- und generationengerechte Erschließung erforderlich. Büttner sprach von einem möglichen Anbau für einen Aufzug. Die Studie soll auch eine Aussage darüber geben, ob mit diesem Anbau im Bereich des Giebels, also zwischen Repräsentationstrakt und Museum, erdgeschossig eventuell ein Jugendraum oder zusätzlich ein Musik-/Gesangsübungsraum angebaut werden könnte. CDU-Fraktionsvorsitzender Andreas Sobrino erinnerte daran, dass 2012 der Pfarrer die Einbindung des katholischen Pfarrheimes in die Raumplanungen schriftlich angeboten hatte. Das Schreiben sei nie beantwortet worden, und nun saniere die Kirchengemeinde das Haus dieses Jahr. Bei einer Besichtigung des Schleifrashofes habe seine Fraktion auch einige Probleme festgestellt und wolle deshalb die Ergänzung (im Antrag).

"Die Räume sind nur dann erhaltenswert, wenn sie genutzt werden. Es hat keinen Sinn, Räume als Museum vorzuhalten. Das macht keinen Sinn und ist nicht bezahlbar", sagte Kleespies und kündigte die Zustimmung durch die Koalition an. Nutzbar sind auch zeitweise die Aula der Henry-Harnischfeger-Schule und die Bühne der Konzerthalle in Soden.