Dunkle Wolken über dem Kuki-Zelt: Ist der Verein in Gefahr?

08. März 2018
Schlüchtern

Das Publikum liebt das Kuki, doch die Führungsmannschaft blickt mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Dabei erfährt der Verein für seine Kulturarbeit auch in der Stadtverordnetenversammlung hohe Wertschätzung und Unterstützung. Nur eine Fraktion macht dabei nicht mit.

Heide Buhmann und Hanspeter Haeseler, die beiden Vertreter des Kuki, sehen dunkle Wolken aufziehen. „Das Kuki steht vor dem Aus“, sagen sie. Kein fester und dauerhaft geeigneter Spielort, keine professionelle Unterstützung durch hauptamtliche Kräfte und die Überlastung der eigenen ehrenamtlichen Helfer. Das sind die Kernprobleme, denen sich die Kulturinitiative gegenüber sieht.

Der Spielort ist nicht das einzige Problem, das das Kuki derzeit unruhig umtreibt. Buhmann und Haeseler sehen sich in einem Alter, in dem sie sich nicht mehr mit diesem zeitlichen Aufwand um das Programm und die Organisation kümmern können wie bisher. Nachfolger im eigenen Verein, die dies mit ähnlichem Einsatz leisten könnten, sehen sie dafür nicht. Aber sie sehen bislang auch kein Signal der Stadt, dass dort qualifizierte Fachkräfte eingestellt würden, die dem Kuki tatkräftig unter die Arme greifen könnten.

Sowohl in den abgegebenen Antworten von Bürgern als auch von Kommunalpolitikern rangiere Kultur eher im unteren Bereich der Wichtigkeitsskala. „Ein Qualitätsmerkmal von Politik besteht ja darin, sich an den Interessen der Bürger zu orientieren“, so Büttner. Die Kuki-Macher werden sich wenig Hoffnung machen, von ihm unterstützt zu werden. Ob das Kuki nun nicht nur sprichwörtlich das Zelt abbauen muss, bleibt abzuwarten. /ag,tim

Einen ausführlichen Bericht, mit Äußerungen der lokalen Politiker zu dem Thema, lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Kinzigtal Nachrichten und im E-Paper.