Erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration: Feuerwehr evakuiert 14 Wohnungen – mehrere Verletzte

08. Oktober 2018
Bad Soden-Salmünster

Eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration in einem Mehrfamilienhaus in Bad Soden-Salmünster hat am Sonntag einen Großeinsatz der Feuerwehr und des Rettungsdienstes ausgelöst.

Sieben Menschen mussten mit erhöhter Kohlenmonoxid-Konzentration in Krankenhäuser gebracht werden, zwei davon mit Hubschraubern.

Am Sonntagnachmittag wurden die Rettungskräfte zu einem Einsatz in das Mehrfamilienhaus am Rande von Bad Soden gerufen. Dieser stand nicht im Zusammenhang mit dem späteren Ereignis, teilte der Pressesprecher der Feuerwehr Bad Soden-Salmünster, Frank Seidl, mit.

Während des Einsatzes hätten die „CO-Warner“ der Rettungskräfte erhöhte Werte angezeigt, worauf sie gegen 14.30 Uhr die Feuerwehr alarmierten. Damit lief der Großeinsatz an. Wie Seidl erläuterte, waren insgesamt 30 Personen betroffen, davon auch Feuerwehrleute. Bei 20 Personen, darunter auch Kinder, wurden erhöhte Co-Werte festgestellt. Während bei 13 von ihnen nach Sauerstoffgabe sich die Werte normalisierten, mussten sieben in Krankenhäuser gebracht werden, zwei davon kamen mit Rettungshubschraubern in Kliniken nach Frankfurt und Aschaffenburg.

Die Betroffenen wurden mit Feuerwehrfahrzeugen ins Feuerwehrgerätehaus Bad Soden gebracht, wo ein Sammelpunkt eingerichtet wurde und wohin auch die Notärzte und Rettungskräfte kamen. Allein 76 Personen vom Rettungs- und Sanitätsdienst des DRK aus Schlüchtern, Steinau und Sinntal, darunter vier Notärzte waren im Einsatz. Zehn Rettungswagen, mehrere Notarztwagen und Funktionsfahrzeuge des Roten Kreuzes standen bereit.

Etwa 60 Feuerwehrleute der Wehren Bad Soden, Huttengrund, Salmünster und Ahl waren im Einsatz. Sie transportierten Personen sperrten ab und übernahmen weitere Aufgaben. Die Messeinheit der Wehr Wächtersbach war im Einsatz und aus Steinau kamen Abrollbehälter mit Material wie Sanitätsartikel, Decken und weiteren Dingen.

Bürgermeister Dominik Brasch war während des Einsatzes vor Ort und nahm auch an der Abschlussbesprechung teil. Am Montag soll erneut gemessen werden, so Seidl. Erst dann werde entschieden, wann die Menschen wieder in ihre Wohnungen können. / lis

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