Erlebniswelt für Kinder auf ehemaligem Langer-Gelände geplant

08. Februar 2019
SCHLÜCHTERN

Eine „Kindererlebniswelt“ soll Teil des Kultur- und Begegnungszentrums in Schlüchterns „Neuer Mitte“ auf dem ehemaligen Langer-Gelände werden. Außerdem könnte es Platz für ein kommunales Kino geben. Das schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung.

Eine Schlüchterner Delegation, bestehend aus Erstem Stadtrat Reinhold Baier (CDU) sowie den städtischen Mitarbeitern Lydia Kohlhepp, Kerstin Baier-Hildebrand und Thomas Rau, hat die Kindererlebniswelt „Rumpelburg“ in Bad Langensalza besucht und dabei „Informationen und Inspirationen“ mit nach Hause genommen. Die Leiterin der „Rumpelburg“, Gaby Zacher, führte die Gäste aus Schlüchtern durch die einzigartigen und mit viel Liebe zum Detail gestalteten Räumlichkeiten. Stolz berichtete sie von der hohen Zahl an Besuchern, die alleine wegen dieser Attraktion die thüringische Kleinstadt besuchten und somit ihren ganz eigenen Beitrag zur Bedeutung der Stadt leisten würde, denn nahezu 80 Prozent aller großen und kleinen Spielwütigen kämen nicht aus Bad Langensalza selbst.

Nach dem Besuch der „Rumpelburg“ traf die Schlüchterner Delegation im Bad Langensalzaer Rathaus auf Bürgermeister Matthias Reinz und Mitarbeiter seiner Verwaltung, um Fragen der Herstellungskosten und der Wirtschaftlichkeit zum Betrieb des Gebäudes und des Projekts Rumpelburg zu eruieren. Stadtrat Baier und seine Begleiter nahmen viele Anregungen mit nach Schlüchtern. Im Kultur- und Begegnungszentrum auf dem Langer-Areal sind neben der Kindererlebniswelt unter anderem eine viergruppige Kindertagesstätte, die Weitzel Bücherei, das Familien- und Integrationszentrum „Check In“, das Seniorenbüro, das Projekt Schatztruhe sowie multifunktionale Räume für Seminare und Vereinsarbeit vorgesehen. Ferner sollen der Bundesverband mittelständische Wirtschaft sowie die Europa-Union Platz finden. „Wir benötigen im Herzen Schlüchterns einen überregionalen Anziehungsort, der über die Grenzen Schlüchterns hinaus als Magnet für möglichst viele Generationen dient“, teilt die Stadtverwaltung mit. Laut Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) soll in einem Raum auch die Möglichkeit geboten werden, wieder kommunales Kino anbieten zu können. „Es ist wichtig, dass wir uns überregional Konzepte anschauen und dann selbst ein intelligentes Modell kreieren“, sagt der Bürgermeister auch gerade mit Blick auf die Kosten.

Konzept wird Ende Februar vorgestellt

„Unser Ziel ist es, neben der Idee der Entwicklung eines Gebäudes mit viel Herz, natürlich auch mit Verstand für Ökonomie und Ökologie zu arbeiten“, erklärt Möller weiter. „Wir sind Treuhänder der Steuergelder unserer Bürgerinnen und Bürger und müssen streng darauf achten, dass wir die heute entwickelten Konzepte und Strukturen auch in Zukunft finanziell stemmen können. Dafür benötigen wir unter anderem zum Beispiel eine moderne Heiz- und Energieversorgung.“ Reinhold Baier ergänzt: „Je geringer die Fläche, desto niedriger sind Bau- und Folgekosten.“

Gegenwärtig arbeitet die Stadt an einem Konzept für das Kosten-Nutzen-Management sowie die Auslastung des Gebäudes. Dieses soll am 27. Februar von der eigens ins Leben gerufenen Lenkungsgruppe „Langer“ inklusive der Kostenschätzung vorgestellt werden. Der Bürgermeister stellt klar, dass man versuchen werde, weitere Fördermittel zu generieren: „Ich bin zuversichtlich, dass wir das auch schaffen werden.“

Weitere Infos werde der Bevölkerung in der Veranstaltung „Frag’ doch mal die Stadt“ am 13. April mitgeteilt. Hierfür werde auch ein weiterer Beschluss der Stadtverordnetenversammlung umgesetzt und ein Fahrdienst für ältere Bürger – gerade aus den Stadtteilen – zur Verfügung gestellt. / tim