Erste „Fridays-for-Future“-Demonstration in Gelnhausen – Klimafest auf der Müllerwiese

19. September 2019
Gelnhausen

Zum ersten Mal findet in Gelnhausen am Freitag ein Protest der „Fridays-for-Future“-Bewegung statt. Die neugegründete Ortsgruppe Gelnhausen lädt alle Generationen zu einem Demonstrationszug durch die Barbarossa-Stadt ein. Auf der Müllerwiese findet außerdem von 11 bis 15.30 Uhr ein Klimafest statt.

Anlässlich der Tagung des Klimakabinetts der Bundesregierung wollen die Aktivisten auf die Bedeutung des Klimaschutzes aufmerksam machen. „Der Demonstrationszug startet um 13 Uhr im Bollenweg in der Nähe der Kreisrealschule und führt die Demonstranten über den Ober- und Untermarkt auf die Müllerwiese. Dort werden wir von der ‚People For Future‘-Ortsgruppe Gelnhausen herzlich empfangen, die dort ein Klimafest veranstaltet“, kündigt Clara vom Endt von „Fridays-for-Future“ Gelnhausen an.

Mitmachaktion und Infostände

Die Besucher des Klimafestes erwarten von 11 bis 15.30 Uhr nicht nur zahlreiche Infostände, sondern auch eine Mitmachaktion des Kinderatelier „Glow“. Carsten Nowak vom Senckenberg Institut und „Scientists for Future“ wird zudem als „Walking Act“ für alle Klimafestbesucher ansprechbar sein und Fragen beantworten.

Die „People for Future“-Ortsgruppe Gelnhausen sammelt ab 11.30 Uhr in einem offenen Workshop Ideen und Themen für künftige regionale Projekte und ihre inhaltliche Arbeit. Um 11.55 Uhr gibt es eine Schweigeminute anlässlich des Glockengeläutes zum Klimatag an der Marienkirche.

Demonstrationen in mehr als 500 Städten

Der 20. September ist weltweit gesehen aber nur der Auftakt. Bis zum 27. September sollen im Rahmen einer globalen Streikwoche Tausende Demonstrationen weltweit stattfinden, laut einer Pressemitteilung von „Fridays-for-Future“ machen 2350 Städten in 150 Ländern mit. Anlass ist der UN-Klimagipfel am kommenden Wochenende in New York.

Bundesweit sind bisher mehr als 500 Streiks angemeldet – in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland haben noch nie so viele Aktionen parallel stattgefunden, heißt es in einer Pressemitteilung der „Fridays-for-Future“-Bewegung.

Evangelische Kirche unterstützt den Klimastreik

Unterstützt werden die jungen Aktivisten dabei von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis aus mehr als 200 Organisationen, Parteien und Initiativen. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sowie die evangelische Kirche unterstützen den Klimastreik.

Folgende Organisationen und Läden sind beim Klimafest vertreten:

Weltladen Gelnhausen, der Unverpackt-Laden des Behindertenwerks Main-Kinzig, der BUND-Kreisverband, das „Paradieschen“, die Energiegenossenschaft Main-Kinzig, die IG Fluglärm und die Spessartbuchhandlung Bad Orb. / mbl