Fundament für erstes Hallo-Windrad in Arbeit

11. November 2013
Freiensteinau

Etwa einen Monat nach dem offiziellen Baubeginn wird seit gestern das erste Fundament im Windpark Hallo der Firma Luftstrom betoniert. Geschäftsführer Michael Häußer und Freiensteinaus Bürgermeister Friedel Kopp (parteilos) haben symbolisch den Grundstein gelegt.

Da ein Metallrohr, wie es sonst bei solchen Anlässen genutzt wird, nicht in den Beton eingebracht werden durfte, griffen Häußer und Kopp zu einer Behelfslösung: Sie warfen einige neue Glücks-Cents in das Fundament, was dem "Projekt viel Glück und reichlich Einnahmen für die Gemeinde und Luftstrom" bringen soll, wie es der Unternehmer ausdrückte.

Da vor Ort mit Wasserauftrieb zu rechnen ist, muss dieses und ein weiteres der insgesamt sieben Fundamente in einer speziellen auftriebsicheren Form gebaut werden. In der Praxis bedeutet dies, dass 70 Tonnen Eisen und 930 Kubikmeter Beton in den 3,2 Meter hohen Fundamenten mit einem Durchmesser von 22,50 Metern verbaut werden. "Wir haben 15 oder 16 Mischwagen im Einsatz, um stündlich 70 Kubikmeter Beton liefern zu können", erklärte Robert Hemmenstädt von Naumann-Beton, der den Baustoff von seinen Werken in Großenlüder und Eichenzell anliefern lässt.

Wenn in etwa zwei Wochen auch das zweite Fundament gegossen sein wird, werden die übrigen Windenergieanlagen in Angriff genommen. Deren Fundamente werden aus 70 Tonnen Eisen und 670 Kubikmetern Beton errichtet werden. "Im Hallo werden mehr als 500 Tonnen Eisen und 5000 Kubikmeter Beton für die sieben Fundamente verarbeitet", teilte der Luftstrom-Chef mit. "Dank der Firma Caspar aus Engelrod, die es trotz sehr schlechten Wetter geschafft hat, die Wege, Stellflächen und Baugruben bis heute herzustellen, hoffen wir, bis Weihnachten vier Fundamente betonieren zu können", ergänzt Häußer, der davon ausgeht, dass im Februar bereits die ersten Türme errichtet werden können. Die Lieferung der Rotorblätter ist etwa für Mai angedacht, so dass der Windpark dann im Lauf des Sommers ans Netz gehen kann. Für die Einspeisung errichtet die Firma Luftstrom derzeit ein Umspannwerk in der Gemarkung Crainfeld.