Gabel in den Hals gerammt? Streit zweier Männer in Schlüchtern eskaliert

10. Oktober 2016
Schlüchtern

Nach einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei jungen Männern am Freitagabend in Schlüchtern ermittelt die Kriminalpolizei in Gelnhausen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

Gegen 22 Uhr soll in einer Wohnung in der Obertorstraße ein 19-Jähriger aus Eritrea auf einen 18-jährigen Mann aus Somalia eingestochen haben. Dieser wurde dabei schwer verletzt. Zum Motiv für die Auseinandersetzung liegen bislang keine Erkenntnisse vor.

Nachdem laute Hilferufe aus der Wohnung in der Innenstadt zu hören waren, wurde die Polizei alarmiert, allerdings standen die Beamten zunächst vor einer verschlossenen Wohnungstür. Da niemand öffnete, verschafften sich die Polizisten mit Gewalt Zugang. Dort fand sie den 18-jährigen Somalier mit schweren Verletzungen vor. Offenbar war mit einem Messer auf ihn eingestochen worden. Unbestätigt blieb von der Polizei bislang, dass dem jungen Mann auch eine Gabel in den Hals gerammt wurde. In einer Pressemitteilung spricht sie von schweren Gesichtsverletzungen.

Der Somalier wurde nach der Versorgung durch einen Notarzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Mann soll erhebliche Verletzungen erlitten haben, ein Polizeisprecher sprach von einem heftigen Angriff, bei dem der junge Mann schwere Schnittwunden erlitten habe. Derzeit ist davon auszugehen, dass er die Attacke überleben wird.

Noch am Tatort wurde der 19-Jährige Mann aus Eritrea vorläufig festgenommen. Er wurde auf Antrag der Hanauer Staatsanwaltschaft einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an. Warum es zu der Auseinandersetzung kam, ist bislang unklar. Der mutmaßliche Täter wohnt in der Wohnung in der Obertorstraße, das Opfer war zu Besuch, ist aber nur wenige Häuser weiter gemeldet. / anz, kbk