Große "Trauergemeinde" trägt Kalten Markt zu Grabe

Stammtischbrüder und Präsidenten beerdigen Heimatfest / Wildapfel wird gepflanzt

14. November 2013
Schlüchtern

Der Kalte Markt 2013 ist zwar schon am Dienstag dieser Woche zu Ende gegangen, dies galt aber nicht für die Stammtischler des Gasthauses Hausmann. "Ihr" Kalter Markt endet jährlich erst mit der offiziellen Beerdigung des Marktes, die gestern Abend stattfand.

Ein trauriger Tag, sollte man meinen. Aber die Stammtischler tragen es mit Fassung, es dauert ja nur noch knapp 365 Tage, bis der Kalte Markt wieder ausgraben werden kann. Für dieses Jahr ist nun einmal Schluss mit lustig. Zum Abschied trafen sich nicht nur die Stammtischbrüder mit dem diesjährigen Stammtischpräsidenten Peter Brunner, sondern auch der Chef der Kalte-Markt-Präsidenten, Jörn Hagemann, ehemalige Präsidenten und der amtierende Präsident Ralf Hoffmann durften bei dieser Prozedur nicht fehlen.

Dann wurden die Laternen angezündet, traurige Gesichter gemacht, und der kleine Sarg, eingehüllt in die Stadtflagge, wurde von Peter Brunner vom Stammtisch der Planemächer zur "Beisetzung" getragen. Wer diesen Brauch bislang nicht kannte, wird ganz schön gestaunt haben, als sich die "Trauerprozession", begleitet von der Schlüchterner Stadtkapelle, auf den Weg durch Schlüchterns Straßen machte.

Winfried Mai spendierte den Baum des Jahres, einen Wildapfel, der dort gepflanzt wird, wo der Kalte Markt 2013 zur Ruhe gebettet wurde. Nur das Geheimnis, ob er dann auch wirklich dort liegt, wird erst der Stammtischpräsident im kommenden Jahr lüften können.

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