Großes Interesse an „Goliath“ – Erfinder präsentieren Energiespeicher bei Neujahrsempfang

13. Februar 2020
Wallroth

Von der Präsentation einer Erfindung, die ihresgleichen sucht, dem Energiespeichersystem „Goliath“, war der Neujahrsempfang in Wallroth gekennzeichnet, zu dem der Ortsbeirat in den Landgasthof Druschel eingeladen hatte.

Von Fritz Christ

Die Veranstaltung fand eine große Resonanz. Wallroths Ortsvorsteher Maik Basermann konnte im voll besetzten Saal Besucher aus der gesamten Region begrüßen. Viele waren an der Erfindung von Robin Krack und Udo Gärtner aus Sannerz interessiert: am Energiespeicher „Goliath“.

„Das fehlende Puzzleteil im Zeitalter der erneuerbaren Energien“, lautete der Titel des Referats der beiden Erfinder. Im Grunde genommen geht es darum, überschüssige Energie zu speichern, um diese bei Bedarf wieder zur Verfügung zu stellen. Wie Gärtner erläuterte, drehen sich in Deutschland 30 000 Windräder – allerdings nur zu 20 Prozent. Für mehr seien die Netze nicht ausgelegt. Eine nachhaltige Energiewende sei nur durch erneuerbare Energien in Verbindung mit ausreichender Speicherkapazität möglich.

Erfinder wollen zur Expo nach Dubai

Wie Krack ausführte, sei das von ihnen entwickelte System eine Weiterentwicklung des herkömmlichen Pumpspeicherkraftwerks nach bestimmten physikalischen Prinzipien mit einem viel höheren Wirkungsgrad und besserer Speicherkapazität. In anderen Ländern gebe es mehr Interesse an der neuen Technologie als in Deutschland, klagten die Erfinder.

Krack und Gärtner hoffen, bei der Weltausstellung Expo 2020 in Dubai vertreten sein zu können. „In der Stadt Schlüchtern sind innovative Unternehmen erwünscht“, sagte Bürgermeister Matthias Möller (parteilos) und übergab an Krack und Gärtner eine entsprechende Gewerbeanmeldung. „Schlüchtern ist im Aufwind“, sagte der Bürgermeister und fügte hinzu: „Wallroth soll wachsen.“

Sanierung des Backhauses steht an

Zu Beginn des Neujahrsempfangs ging Ortsvorsteher Basermann auf besondere Ereignisse des zurückliegenden Jahres in Wallroth ein, unter anderem auf die Bürgerwette der Kinzigtal Nachrichten. In diesem Jahr soll die vorgesehene Sanierung des Backhauses im Mühldorf in Angriff genommen werden. Ein weiteres Projekt sei, wie die stellvertretende Ortsvorsteherin Angelika Lotz erläuterte, der Bau eines Bienenhauses.

Dieses soll auf dem sogenannten Lindenplatz in der Dorfmitte gebaut werden, in Zusammenarbeit mit der Imkerei Sperzel. Auch soll auf dem Gelände eine Blühwiese angelegt werden. Die Finanzierung erfolgt laut Lotz aus Mitteln des Fördervereins Interessengemeinschaft Wallroth und durch eine Spende der Firma Eckart.

Geschwindigkeitsdisplay wurde angeschafft

Basermann gab Erläuterungen zur Verwendung des Ortsbeirats-Budgets. Insbesondere sei ein Geschwindigkeitsdisplay im Wert von 1800 Euro angeschafft worden. „Es wird langsamer gefahren“, betont Basermann.

Ortsbeiratsmitglied Holger Kempel gab Erläuterungen zum Dorferneuerungsprogramm Ikek. Auch in Wallroth sollen einige Projekte in Angriff genommen werden.

Energiespeicher Goliath: Ein Prototyp soll zur Expo 2020

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Gies Der langjährige Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Prof. Dr. Rainer Bomba aus Steinau sowie die Erfinder Robin Krack und Udo Gärtner aus Sannerz sind am Tag vor Silvester von einer viertägigen Reise aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zurückgekehrt.

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