Hubschrauber und Hundestaffel im Einsatz: Polizei sucht Wald in Birstein ab

10. Dezember 2019
Birstein

Mit einem Helikopter und Spürhunden hat die Polizei am Montagabend ein Waldstück in der Gemeinde Birstein abgesucht. Ein Zeuge hatte zuvor Hilferufe aus dem Wald gehört. Die Suche nach einem möglichen Opfer blieb allerdings erfolglos.

Gegen 17.30 Uhr hatte der Zeuge die Polizei alarmiert. Er soll Hilferufe aus einem Wald bei Fischborn gehört haben, berichtet Andrea Ackermann, Sprecherin des Polizeipräsidiums Südosthessen. Aussagen des Zeugen zufolge soll es sich um eine männliche Stimme gehandelt haben.

Hundestaffel bis Mitternacht im Einsatz

Unmittelbar nachdem der Hinweis bei den Beamten eingegangen war, setzten sich mehrere Streifenwagen in Bewegung. Auf der Suche nach einem möglichen Opfer wurde auch der Polizeihubschrauber eingesetzt: Mit einer Wärmebildkamera ausgestattet überflog er das Gebiet – vergebens. Eine Rettungshundestaffel, die das Waldstück knapp drei Stunden lang durchstreifte, wurde auch nicht fündig.

Um kurz vor Mitternacht am Montag beendete die Polizei die Suche. Laut Andrea Ackermann wird die Suche auch am Dienstag fortgesetzt. Der Hubschrauber sei wieder angefordert worden. Allerdings konnte er am Dienstag nicht eingesetzt werden, da er anderweitig belegt war, berichtet die Polizei Schlüchtern. Daher haben die Beamten die Suche mit Streifen fortgesetzt.

Bislang keine Vermisstenmeldung

Eine Erklärung für die Hilferufe, die der Zeuge gehört haben will, hat die Polizei aktuell nicht: „Uns liegt keine Vermisstenmeldung oder ähnliches aus dem Gebiet vor“, sagt Polizeisprecherin Ackermann.

Indes ist eine Art Flugblatt in den sozialen Medien aufgetaucht. Darauf ist eine junge Frau zu sehen, die angeblich seit Montag vermisst werde. „Diese Frau wurde nicht bei der Polizei als vermisst gemeldet. Uns ist aber bekannt, dass ihre Eltern sie gesucht hatten. Sie ist inzwischen wieder aufgetaucht“, erklärt Ackermann. Aufgrund des Zeugenhinweises sollen die Ermittler weiterhin davon ausgehen, dass ein Mann nach Hilfe gerufen hatte.

„Zeuge hat richtig gehandelt“

Auch wenn die großangelegte Suche bislang erfolglos blieb, habe der Zeuge richtig gehandelt. „Wer Hilferufe hört, der sollte die Polizei alarmieren“, so Ackermann. Dass sowohl ein Rettungshubschrauber als auch die Hundestaffel eingesetzt wurden, sei in jedem Fall berechtigt: „Jemand hätte in Gefahr sein können. Das ist ernstzunehmend.“ / lio

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