In Ulmbach soll ein Spielplatz entstehen: Engagierte Mütter bitten um Spenden

12. Dezember 2019
Ulmbach

Liane Heid und Carina Urbanski engagieren sich seit dem Sommer 2018 für einen öffentlichen Spielplatz in Ulmbach. Ein Standort steht bereits fest. Besonders aufwendig ist die Finanzierung, denn die beiden Mütter sind auf Spenden angewiesen.

Von unserem Redaktionsmitglied Marcel Blumöhr

„Als Mutter eines damals dreijährigen Sohnes fiel mir auf, dass es in der Ortsmitte keinen Spielplatz für kleine Kinder gibt“, erzählt Carina Urbanski über die Anfänge des Projekts in 2018. Über das Problem sprach sie zufällig mit Liane Heid, die sie aus verschiedenen Vereinen kennt. Auch Heid war davon überzeugt, dass gehandelt werden müsste.

Die KN-Bürgerwette 2018 nahmen sie zum Anlass, für ihr Projekt aktiv zu werden. Mit einem spannenden und kreativen Märchen-Ratespiel lockten sie nicht nur rund 250 Zuschauer an, sondern gewannen auch 500 Euro für den Bau des Spielplatzes.

Ein Treffpunkt für Familien

Seitdem hat sich einiges getan. Am Rande des Sportplatzes – direkt am Partnerschaftsweg Szederkény – will die Gemeinde eine Fläche für den Spielplatz zu Verfügung stellen. In unmittelbarer Nähe zur Blitzbergschule, zum Freibad und katholischen Kindergarten soll ein Ort entstehen, an dem sich die Ulmbacher Kinder austoben können.

„Zwar haben der Kindergarten und die Schule bereits Spielgeräte, diese sind aber öffentlich nicht zugänglich“, verdeutlicht Heid. „Es soll aber nicht nur ein Spielplatz entstehen, sondern auch ein Treffpunkt, an dem alle Familien Ulmbachs zusammen kommen können“, ergänzt Urbanski.

60 Prozent der Kosten durch Spenden gedeckt

Bis dahin ist es allerdings ein weiter Weg. Insbesondere finanziell ist der Bau eines Spielplatzes eine Herausforderung. „Wir können nicht sofort einen fertigen Spielplatz mit mehreren Geräten aufstellen“, sagt Heid. Zunächst planen die beiden, eine Spielgerätekombination aus einem Turm zum Klettern und einer Rutsche zu erwerben. „Das kostet je nach Modell um die 10.000 Euro“, verrät Heid. Nach und nach könne der Spielplatz dann erweitert werden. Rund 60 Prozent davon seien bisher durch Spenden gedeckt.

Unterstützt werden die beiden Frauen von verschiedenen Ortsvereinen, darunter den Faschingsfrauen, der SG Ulmbach, der Basargruppe und die Motorbiker Ulmbach. „Auch der Ortsbeirat unterstützt das Projekt und hilft bei bürokratischen Hürden“, betont Ortsvorsteher Alexander Happ.

Stadt unterstützt Projekt

„Die Stadt unterstützt das Projekt so weit es in unserem finanziellen Rahmen möglich ist. Auf jeden Fall werden Gespräche geführt ob die Stadt das Grundstück bereitstellen könnte“, erklärt Bürgermeister Malte Jörg Uffeln. Allerdings müssten die Haushaltsplanberatungen 2020 abgewartet werden.

Um weitere Gelder zu sammeln, organisieren die beiden Mütter im März einen Kleinkunstabend mit dem „Theater ohne doppelten Boden“ aus Büdingen. „Trotzdem sind wir auf Spenden angewiesen, um das Projekt umzusetzen. Vielleicht findet sich ja gerade in der Weihnachtszeit der ein oder andere, der den Kindern in Ulmbach etwas Gutes tun möchte“, hofft Heid.

Eröffnung zum 100. Jubiläum der SG Ulmbach

Die Spenden laufen über den Heimat- und Kulturverein, der die beiden Frauen organisatorisch unterstützt. „Wir helfen gerne aus, denn das Projekt ist wichtig für Ulmbach und stärkt unsere Identität“, meint Vorsitzender Holger Herber.

Sollten genügend Spenden zusammen kommen, kann sich Carina Urbanski auch vorstellen, von Anfang an weitere Spielgeräte aufzustellen. „Zum Beispiel eine Schaukeln, Federwippen oder Reckstangen, die auch nicht so kostenintensiv sind wie eine Spielgerätekombination.“ Die beiden hoffen darauf, dass der Spielplatz bereits 2020 zum 100. Jubiläum der SG Ulmbach eröffnet wird.

Spenden

Die Spenden für das Spielplatzprojekt in Ulmach laufen über den örtlichen Heimat- und Kulturverein.

IBAN: DE 56 53 06 01 80 00 03 21 02 35

Verwendungszweck: Spielplatzprojekt Ulmbach.

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