Kiebitz-Gala 2018: Paco ist seit 1953 in Familienhand

10. Oktober 2018
Steinau a. d. Straße

„Wir verarbeiten Metalle für alle Bereiche“, sagt Paco-Geschäftsführer Peter Ruppel, also für Raumfahrttechnik, die Automobilindustrie, Chemie- und Pharmaziebereich. Ruppel ist stolz auf seine Paco, die er mit seinem Neffen Garvin Ruppel führt.

Die Paul & Co KG (Paco) wurde 1953 gegründet und befindet sich in dritter Generation in Familienhand. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Produkten und Lösungen aus hochpräzisen Metalldrahtgeweben und macht jährlich rund 40 Millionen Euro Umsatz. Die eigentliche Stärke der Firma liegt im Umgang mit Mitarbeitern und in der Verpflichtung, die die Geschäftsführer mit dem Herkunftsnachweis „Made in Germany“ verbinden.

„Wir fertigen ausschließlich in Deutschland. Und mehr als 90 Prozent unserer Zukaufteile werden ebenfalls hier hergestellt“, betont Peter Ruppel (67). Zudem fühle man sich „unserer Heimat, dem Main-Kinzig-Kreis“, stark verpflichtet. Standorte in Steinau und Herolz sorgten dafür, „für unsere Kommune auch über die Gewerbesteuer hinaus etwas zu leisten“. Konkret: Kindergärten, Seniorenheime und Schulen werden unterstützt und in Kooperationen eingebunden. Die Geschäftsführer leben in Steinau. Sie schätzen „die wunderschöne Kleinstadt in einer wunderbaren Gegend, in die man zurückkommt und sich aufgehoben fühlt“. Sowie „die Kombination zwischen Stadtnähe und den vorherrschenden ländlichen Bedingungen“, sagt Garvin Ruppel (37). „Von der Logistik her kann es hier am Mittelpunkt Deutschlands nicht besser sein.“

330 Mitarbeiter tragen zum Erfolg der Firma bei. Mitarbeiter feiern „ihr 25-jähriges, ihr 40-jähriges Betriebsjubiläum bei uns. So falsch können wir also nicht liegen“. Garvin Ruppel betont den Wert enger Mitarbeiterbindung: „Wir versuchen, den Spagat zwischen Erfahrung und dem Einbeziehen junger Mitarbeiter hinzubekommen.“ Die etwa zehn jährlich verfügbaren Ausbildungsplätze werden mit dem Ziel angeboten, die Mitarbeiter auch zu übernehmen.

Da die Band- und Fertigungsstraßen im hauseigenen Maschinenbau hergestellt werden, gibt es auch hier für die Azubis Möglichkeiten, Kenntnisse zu erwerben. Eine betreute Ausbildung mit Teamleitung und persönlichen Ausbildungsverantwortlichen vor Ort bieten überproportional viel Unterstützung. Und auch die Ausbildungsvergütung sei eine der höchsten im bundesweiten Durchschnitt.

Zur Wahl stehen acht Ausbildungsberufe und zwei Abiturientenprogramme. 65 Jahre Erfahrung, sechs europäische Werke (davon vier in Deutschland) sowie Joint Ventures, Beteiligungen und Kooperationen im Nahen Osten, Südostasien und Nordamerika zeichnen das Unternehmen aus. Garvin Ruppel formuliert als Ziel für die kommenden Jahre: „Wir müssen noch dynamischer werden, um weiterhin gut voranzukommen. Wir arbeiten daran, uns zukunftsfähig umzubauen, der heutigen Schnelllebigkeit zu begegnen. Material, Verfügbarkeit, Flexibilität bei der Arbeit – wir stehen vor großen Herausforderungen.“ Peter Ruppel formuliert das so: „Einfach war gestern. Aber wir müssen das Gestern kennen, um das Heute zu gestalten und das Morgen zu verstehen.“ / duw

Dieser Kandidat tritt in der Kategorie „Unternehmer des Jahres“ gegen Regina Joukl und Birgit Roth vom Café Wohnzimmer in Schlüchtern und Matthias Gärtner von Gärtner Transporte in Schlüchtern an. Die Kiebitz-Gala findet am 13. Oktober statt.

Kiebitz-Gala verspricht wieder Glanzlichter: Vorverkauf beginnt am 1. September

Mit der ersten Kiebitz-Gala wurde eine Lücke im gesellschaftlichen Leben der Stadt Schlüchtern geschlossen und gleichzeitig eine würdige Auszeichnungsfeier für die Glanzlichter der Region etabliert. Eine solche Veranstaltung gab es bislang nicht in Schlüchtern. Bei so einer edlen Veranstaltung wie der Kiebitz-Gala der Kinzigtal Nachrichten durfte natürlich ein roter Teppich nicht fehlen.