Kulturpreisjury zeichnet fünf Preisträger aus – insgesamt 18.000 Euro Preisgeld

19. September 2019
Main-Kinzig-Kreis

Der diesjährige Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises geht an die Kostümdesignerin Ulla Röhrs (Hanau), den Maler Karl-Adam Vey (Schlüchtern) und den Künstler Franz Aumüller (Wächtersbach). Den Nachwuchsförderpreis erhält in diesem Jahr Joselyn Grimm (Hasselroth). Die Freunde der Opernakademie Bad Orb bekommen einen Sonderpreis. Dies hat die Kulturpreisjury in ihrer Sitzung am vergangenen Montag entschieden.

Insgesamt 31 Vorschläge hatten die Mitglieder der Kulturpreis-Jury in diesem Jahr auszuwerten. Am Ende der ausführlichen Beratungen konnte der Vorsitzende, Professor Dr. Heinz Schilling aus Schöneck, das Votum des Gremiums mitteilen, heißt es in einer Pressemitteilung des Main-Kinzig-Kreises

„Mit den ausgewählten Personen haben wir würdige Preisträger der seit 1977 jährlich vergebenen Auszeichnung finden können“, fasst er seine Eindrücke zusammen.

100 Märchen in Samt und Seide umgesetzt

Ulla Röhrs ist seit 33 Jahren verantwortliche Kostümdesignerin und Leiterin der Kostümwerkstatt der Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau. Sie hat über 100 Märchen in Samt, Seide, Leinen, Leder und andere Stoffe umgesetzt, bis zu 60 Kostüme pro Inszenierung.

Die in Büdingen lebende Designerin wurde 1953 in Bremen geboren und studierte an der Hochschule für Visuelle Kommunikation in Hamburg. 2016 erhielt sie den Musicaltheaterpreis für die Produktion Rapunzel in der Kategorie „Bestes Kostüm- und Maskenbild“.

Maler seit Kindheitstagen

Der Schlüchterner Karl-Adam Vey zeigte seine Begabung zum Malen schon während der Schulzeit. Seither arbeitet er mit Öl, Aquarell, Acryl, Tusche oder Bleistift. So vielfältig wie seine unterschiedlichen Maltechniken sind auch seine Motive. Die Liebe zu seiner Heimat und zur Natur spiegeln sich in seinen Werken wider.

Er ist Initiator und Mitorganisator der Veranstaltungen zur Elmer Kulturwoche, eine Reihe, die seit 15 Jahren in regelmäßigen Abständen durchgeführt wird und überregionale Beachtung findet.

Musiker, Künstler, Designer

Der Allrounder Franz Aumüller aus Wächtersbach wurde 1950 geboren, ist ein vielseitiger Künstler: Musiker, Labelbetreiber, Instrumentenbauer, Designer, Maler, Illustrator, Bildhauer, Video- und Installationskünstler, Filmemacher, Ethno-Botaniker, Geschichtenerzähler und Visionär.

Nach dem Abitur studierte er Kunstgeschichte in Frankfurt und Visuelle Kommunikation in Kassel. Den Trickfilmpionier Oskar Fischinger aus Gelnhausen rückte er mit seinem Projekt der Neuvertonung der Filme ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Erste Ausstellung mit 14 Jahren

Die 25-jährige Joselyn Grimm hatte ihre erste Ausstellung mit 14 Jahren, dieser folgten noch 12 weitere. Bei den ersten Ausstellungen handelte es sich ausschließlich um Fotografien, darunter mehrere im Bürgerportal des Main-Kinzig-Forums in Gelnhausen, im Hasselrother Rathaus und darüber hinaus in Nidderau, Hanau und Offenbach.

Ihre jüngste Ausstellung fand im Hasselrother Rathaus statt. Unter der Überschrift „Geschichte und Geschichten“ stellte sie den Zusammenhang zwischen Literatur und Geschichte dar mit einem entsprechenden Begleitprogramm in Kooperation mit dem Heimat- und Geschichtsverein und der evangelischen Kirchengemeinde.

Insgesamt 18.000 Euro Preisgeld

Der Sonderpreis der Jury geht in diesem Jahr an die Freunde der Opernakademie Bad Orb. Die Opernakademie Bad Orb besteht seit 1987. Um den Weiterbestand der Opernakademie zu sichern, wurde im Jahr 2001 in Bad Orb der Verein der Freunde der Opernakademie gegründet. Dieser Förderverein ist Veranstalter der jährlichen Produktionen, die von diesem Verein auch finanziert werden.

Bereits zum Beginn der Sitzung dankte Landrat Thorsten Stolz den Sparkassen des Main-Kinzig-Kreises, die seit vielen Jahren die Preisgelder für den Kulturpreis stiften. „In diesem Jahr sind es erneut 15.000 Euro und der Main-Kinzig-Kreis gibt 3.000 Euro für den Sonderpreis“, erklärt Stolz.Die feierliche Verleihung der Kulturpreise findet am Dienstag, 12. November, um 19 Uhr im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen statt. / mbl