Mit Kanus nach Müll gefischt – Gelnhäuser Handballer engagieren sich

10. August 2019
Gelnhausen

Eine Initiative von Gelnhäuser Firmen und den TVG-Handballern, die von der Stadt unterstützt wurde, startete eine Reinigungsaktion auf der Kinzig zwischen Wirtheim und Gelnhausen und ließ dafür neun Kanus zu Wasser. Am Ende hatten alle Beteiligten vier Kubikmeter Wohlstandsmüll aus den Uferbereichen der Kinzig und dem Flusslauf entfernt

Initiiert hat das Projekt der Gelnhäuser Arno Hofmann, der nicht nur begeisterter Kanufahrer ist, sondern auch Geschäftsführer der ARANDI GmbH, die er 2018 in Gelnhausen gründete, und die als Entwicklungsunternehmen eine Technologie zur Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen bei Verbrennungsmotoren industrialisiert.

Für die Umweltaktion in seiner Heimatstadt fand Arno Hofmann schnell engagierte Mitstreiter: Rüdiger Führlich (Sport- und Erlebnisreisen, Bootsverleih) stellte die benötigten Kanus zur Verfügung. Die Firma Knettenbrech übernahm die Müllentsorgung, die Firma Reitz stellte Werkzeuge und Handschuhe, die A-Jugend der TVG-Handballer stellte die Bootsmannschaft, die Druckerei Sauerland öffnete ihr Firmengelände für die Grillfeier nach der Aktion und Bürgermeister Daniel Christian Glöckner unterstützte die Verköstigung der Müllsammler finanziell.

Sechs Stunde lang nach Müll gefischt

Jedes Kanu wurde mit zwei Personen besetzt und die erfahrenen Kanuten Jo Führlich und Rainer Donat begleiteten die Handballer. Ziel war es, auf der Fahrt flussabwärts jeglichen sichtbaren Müll einzusammeln. Dabei kam den Besatzungen der neun Boote der niedrige Wasserstand der Kinzig entgegen, da auch sonst vom Wasser überspülter Unrat besser sichtbar war.

In der Nähe des Gelnhäuser Flugplatzes legten die Boote dann am Nachmittag an. Der Müll wurde auf Anhänger geladen und auf das Gelände der Druckerei Sauerland gebracht. Sechs Stunden lang hatten die jungen Handballer Müll jeglicher Art aus dem Wasser gefischt. So landeten Fahrräder, Autoreifen, Autoachsen, Einkaufswagen, Plastikplanen, Plastikbehältnisse verschiedener Größen, Flaschen, Getränkedosen, Kleidung, Kinderspielzeug und etliche Kunststoffkleinteile in den Booten.

Neue Initiative nächstes Jahr

„Ich kann euch gar nicht genug für diese Aktion danken. Sie zeigt einmal mehr, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement ist“, sagte Glöckner. In erster Linie komme das Projekt der Natur zugute, aber es leiste auch einen wichtigen Beitrag zur Erschließung des Freizeit- und Kulturraumes Kinzig. Im Bereich der Müllerwiese seien zwei neue Bootsanleger geschaffen worden, die am 4. September eingeweiht werden sollen, erklärte der Bürgermeister anschließend.

Die ARANDI-GmbH wird nächstes Jahr wieder die Initiative ergreifen und eine Säuberung des Kinzigflusslaufes organisieren“, verspricht Arno Hofmann. Bürgermeister Daniel Christian Glöckner sicherte seine Unterstützung bereits zu. / sec