Neuhofer Tunnel wird zum Exportschlager

29. Juni 2016
Bad Soden-Salmünster

Erst wollte ihn keiner haben, jetzt wird er zum Exportschlager. Die Rede ist vom Neuhofer Autobahntunnel. Aktuell fordern auch lärmgeplagte Menschen aus dem 30 Kilometer weiter südlich gelegenen Bad Soden-Salmünster, die A66 schleunigst wie in Neuhof „einzuhausen“.

Dazu hat die „Bürgerinitiative gegen Lärm“ in der Kurstadt zusammen mit den drei Ortsbeiräten Salmünster, Ahl und Bad Soden eine Unterschriftenaktion gestartet, um mit möglichst vielen Unterschriften die Landesbehörden zu mehr Unterstützung in Sachen Schallschutz zu bewegen.

Die BI nimmt vor allem den Lärm von der Autobahn 66, die quer durch Salmünster führt, und Lärm von der Kinzigtalstrecke der Bahn Hanau–Fulda ins Visier, die ebenfalls durch Salmünster führt. Beides seien unbestritten Verkehrswege von überregionaler Bedeutung und „enorme Lärmquellen, die dazu führen, dass relevante Grenzwerte insbesondere in den Stadtteilen Bad Soden, Salmünster und Ahl überschritten werden“, führt BI-Sprecherin Ulrike Schöppner an.

Einige der Forderungen der BI lauten: Einhausung der Autobahn im Bereich der Ortsdurchfahrt Bad Soden-Salmünster wie beim Tunnel Neuhof. Außerdem Lärmschutz auf der Kinzigtalbrücke und technische Überarbeitung der Brückenschweller zur Reduzierung der Lärmemission. Von der Bahn verlangt man: Verlängerung der Lärmschutzwand auf das gesamte Stadtgebiet sowie ein „Flüster“-Gleisbett. / hgs

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