Peter Tauber spricht in Interview über Kinderwunsch,
aber ungern über sein Privatleben

30. März 2014
Gelnhausen

CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber aus Gelnhausen hätte "irgendwann gerne Kinder – und dann gleich mehrere".

Dies verrät der 39-Jährige in einem Interview mit "Bild am Sonntag". Er sei selbst mit zwei Geschwistern groß geworden, und dies sei toll gewesen. Seine Fähigkeiten im Haushalt seien durchwachsen: Er wasche und bügele, seitdem er von Zuhause ausgezogen sei, und seine Kochkünste würden immerhin so weit reichen, dass seine Freunde die nächste Einladung nicht ausgeschlagen hätten. Die Frage nach seiner Freundin und einer möglichen Hochzeit verbittet sich der bisherige CDU-Kreisvorsitzende Main-Kinzig jedoch: "Mein Privatleben soll privat bleiben."

Offen spricht Tauber über seine frühere Punkband "Papst hört Punk", in der er die (Bass-) Gitarre spielte. Dies habe sehr viel Spaß gemacht. Der bekannteste Song der Band hieß "Nazischnitzel, Rübe ab", der in der Zeit einer starken Neonazi-Welle Anfang der 1990er Jahre gegen Nazis gerichtet war. Wegen Erfolglosigkeit der Band habe er irgendwann damit aufgehört. Das Geld für seine erste Gitarre musste er sich damals in einem Baumarkt in Gelnhausen verdienen, weil seine Mutter diesen "Krach" nicht auch noch habe unterstützen wollen.

Im politischen Teil des Interviews widerspricht Tauber der These, dass sich CDU und SPD immer ähnlicher geworden seien: "Die SPD glaubt, dass der Staat in der Lage ist, alles zu regeln. Wir glauben, dass die Bürgerinnen und Bürger selbst in der Lage sind, ihre Belange zu regeln und der Staat allenfalls helfen kann." Aus seiner Sympathie für eine Koalition mit der FDP macht er keinen Hehl: "Wir haben gut gearbeitet." Allerdings habe der Wähler anders entschieden. / ag