Prozess um Brandstiftungen: Ein Tag der Gutachter

11. Februar 2020
Schlüchtern

Der Prozess gegen eine mutmaßliche Brandstifterin, die im August 2018 an zwei Einkaufsmärkten in Schlüchtern Feuer gelegt haben soll, ist am Montagvormittag in Hanau fortgesetzt worden.

Bei dem Einkaufsmarkt in der Gartenstraße hatte der Brand relativ frühzeitig gelöscht werden können, damit das Gebäude nicht in Vollbrand geriet. Dennoch entstand an jenem 11. August erheblicher Sachschaden. Am Tag darauf brannte ein Discountmarkt in Schlüchterns Hanauer Straße vollständig nieder.

Brandsachverständiger angehört

Der heute 45-jährigen, geistig beeinträchtigen Angeklagten wird vorgeworfen, beide Brände gelegt zu haben. Während der Verhandlung am Montag wurden laut Prozessbeteiligten vor dem Landgericht Hanau ein Brandsachverständiger des Landeskriminalamtes und eine örtliche Ermittlerin angehört.

Brandstiftung in beiden Fällen

Beide bestätigten demnach die schon in der Anklage aufgeführten Hinweise auf Brandstiftung sowie schwere Brandstiftung in beiden Fällen. Der Brandermittler unterstrich demnach, dass die Feuer nicht etwa durch eine weggeworfene Zigarette entstanden seien, sondern auf ein Zündmittel oder Brandbeschleuniger zurückgehen.

Danach begann der Vortrag eines psychiatrischen Gutachtens, das am heutigen Verhandlungstag um 9 Uhr fortgesetzt wird. / hgs

Doppel-Brandstiftung in Schlüchtern: Beweise reichen bislang nicht zur Verurteilung

Im Prozess gegen eine heute 45-jährige, geistig behinderte Schlüchternerin wegen des Verdachts der Brandstiftung und schweren Brandstiftung an zwei Discountern in Schlüchtern im August 2018, hat sich der konkrete Tatverdacht während des dritten Verhandlungstags vor dem Hanauer Landgericht nicht weiter erhärtet.

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