Prozessauftakt: Nach 31 Messerstichen Leiche in sechs Teile zerteilt

07. Dezember 2018
Hanau/Steinau

Nach 31 Messerstichen Leiche in sechs Teile zerteilt – wegen Totschlags muss sich seit Freitag eine 35-jährige Frau aus Steinau vor dem Landgericht Hanau verantworten.

Mit dem Verlesen der Anklageschrift hat der Prozess gegen eine 35-Jährige Frau vor dem Landgericht Hanau begonnen. Sie hat in der gemeinsamen Wohnung in Steinau „einen Menschen getötet, ohne Mörder zu sein“ – so formulierte es Oberstaatsanwalt Dominik Mies vor zahlreichen Pressevertretern.

Das tat die Angeklagte laut Mies mit 31 Messerstichen, wobei einige das Kehlkopfskelett und die Halsschlagader ihres Lebensgefährten durchtrennten, so dass er verblutete und zusätzlich Blut einatmete. Danach zerteilte sie die Leiche mit zwei Elektromotorsägen in sechs Teile und verpackte diese in Müllsäcke. Ihr Ziel, die Tat zu vertuschen, gelang ihr nicht, sagte Mies.

Mann mit Motorsäge zerstückelt - Prozess startet im Dezember

Sie soll ihren Lebensgefährten erstochen und die Leiche zerstückelt haben. Vom 7. Dezember an muss sich eine 35 Jahre alte Frau deshalb vor dem Landgericht Hanau verantworten.

Nach dem Auftakt erläuterte Mies, dass die Staatsanwaltschaft derzeit die typischen Mordmerkmale als nicht erfüllt ansehe. Er schloss jedoch nicht aus, dass das Gericht im Verlauf des Verfahrens einen besonders schweren Fall von Totschlag oder sogar Mord erkennen könnte. In beiden Fällen sei eine lebenslange Haftstrafe denkbar.

Die Behauptung der Angeklagten, in Notwehr gehandelt zu haben, ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft eine Schutzbehauptung, da das Opfer typische Abwehrverletzungen und Messerstiche in den Rücken erlitten hat.

Die Angeklagte schaute sich immer wieder im Saal um, zeigte ansonsten jedoch keine äußerlichen Anzeichen von Betroffenheit, während Mies die Abläufe jenes Tages im Sommer vortrug. Der Prozess wird am 21. Dezember fortgesetzt. Mit diesem dann zweiten Prozesstag sind bis zum 31. Januar 2019 sechs weitere Termine festgesetzt. / sab

47-Jähriger mit 30 Messerstichen getötet und mit Kettensäge zerteilt: Lebensgefährtin gesteht Tat

Der 47-jährige Busfahrer, dessen Leichenteile am Montag in einer Wohnung in Steinau gefunden worden sind, wurde mit mehr als 30 Messerstichen in den Oberkörper getötet. Das teilte Oberstaatsanwalt Dominik Mies am Dienstag in einer Pressekonferenz bei der Staatsanwaltschaft in Hanau den zahlreich erschienenen Pressevertretern mit.