Reinhard Hempelmann aus Berlin referiert zum Thema "Neuer Atheismus"

11. Oktober 2013
Schlüchtern

"Der Atheismus ist nun wirklich keine neue Debatte", stellte Dr. Reinhard Hempelmann zu Beginn des Pfarrer-Lehrer-Studientags im evangelischen Gemeindehaus in Schlüchtern fest.

Eingeladen vom Schlüchterner Pfarrer Joachim Truss, Theologischer Studienleiter der Pfarrkonferenz Schlüchtern, und Cordula Simon vom Pädagogisch-Theologischen Institut Hanau, referierte der Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin, Dr. Reinhard Hempelmann, vor rund 35 Teilnehmern zum Thema "Neuer Atheismus".

Dabei gab er neben einem ausführlichen Überblick über die verschiedenen Strömungen auch einen Einblick in die Situation des Religionsunterrichts in Berlin.

Lehrkräfte und die Pfarrkonferenz Schlüchtern diskutierten gemeinsam an diesem Vormittag angeregt mit Hempelmann über die Auswirkungen des populistischen neuen Atheismus auf den Religionsunterricht und die Gesellschaft, denn dieser neue Atheismus nehme dort durch seine mediale Präsenz einen immer größeren Raum ein. Im Laufe seiner Ausführungen gab der Gast aus Berlin wichtige Impulse für die weitere Arbeit. So gebe es aktuell eine neue Sichtbarkeit der unterschiedlichsten atheistischen Strömungen, und im Hinblick auf die Zunahme einer Distanziertheit zur Kirche und zum Glauben müsse Kommunikation auf allen Ebenen stattfinden, erklärte der Fachmann.

Schlüchterns Dekan Fritz-Eckhard Schmidt betonte dabei, dass gelebte Traditionen des Glaubens in Familie, Gemeinde und auch im Unterricht nicht abbrechen dürften. Für die Schüler sei es dabei wichtig zu erfahren, wie die Lehrkraft zum Glauben stehe, was sie glaube. Der interdisziplinäre Dialog auf der traditionellen Fortbildung von Lehrkräften und Pfarrern im Herbst sei dabei wichtiger Bestandteil in Religionsunterricht und Gemeinde, bekräftigte Schmidt die Zusammenarbeit mit dem Pädagogisch-Theologischen Institut. KN