Robbe Modellsport insolvent: Investoren gesucht

09. Februar 2015
Grebenhain/Hanau

Das Modellsportunternehmen Robbe hat am 6. Februar am Amtsgericht Hanau Insolvenz angemeldet. Es haben sich bereits erste Interessenten gemeldet. Ein Rechtsanwalt führt als vorläufiger Insolvenzverwalter den Betrieb des Unternehmens für Modellsportartikel wie Elektro-Helikopter, Drohnen, Flugzeuge und Schiffe uneingeschränkt fort.

In Grebenhain und Hanau beschäftigt die Unternehmensgruppe, die im letzten Jahr etwa 25 Millionen Euro umsetzte, rund 100 Mitarbeiter. Das 1924 gegründete hessische Unternehmen ist europaweit führend im Handel von Modellsportartikeln und Zubehörteilen asiatischer Hersteller sowie von eigenen Marken.

Robbe Modellsport hat wegen Zahlungsunfähigkeit und die RO Industrietechnik wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz beantragt, ebenso die Robbe Beteiligungs GmbH", erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Mirko Lehnert von der Kanzlei Schiebe und Collegen in Darmstadt. Der Geschäftsbetrieb, der bisher stabil laufe, werde uneingeschränkt fortgeführt.

„Durch alte Verbindlichkeiten belastet"

„Das Kerngeschäft der Unternehmensgruppe ist gesund, wird aber durch alte Verbindlichkeiten belastet. Daneben werde ich an der Sanierung arbeiten und Investoren suchen. Zusammen mit der Geschäftsführung möchte ich das Unternehmen und möglichst alle Arbeitsplätze an den Standorten in Grebenhain und Hanau erhalten", sagt Lehnert. Erste Gespräche mit Kunden und Lieferanten seien positiv verlaufen. Auch lägen bereits erste Anfragen zur Übernahme des Unternehmens vor.

Aus einer breiten Palette von Holzprodukten entwickelte Robbe nach 1945 zahlreiche Modellbauartikel. Mit neuen hochwertigen Fernsteuerungsanlagen brachte das Unternehmen in den letzten Jahren viele neue Produkte wie Elektro-Helikopter und Drohnen auf den Markt. Seit Mitte letzten Jahres wurde das Vertriebsgebiet ausgeweitet, um die Voraussetzungen für weiteres Wachstum zu schaffen. / al